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National Trust+1.National Trust+1.National Trust.National Trust.National Trust+1.Eine spektakuläre Silberskulptur, die zwei im Kampf ineinander verkeilte Hirsche darstellt und 1855 vom 7. Earl of Stamford als Symbol seines Trotzes gegen die Missbilligung der viktorianischen Gesellschaft gegenüber seiner Ehe mit Catherine Cox, einer ehemaligen Zirkusartistin mit reiterlichem Hintergrund, in Auftrag gegeben wurde, wurde wiederentdeckt und in Dunham Massey ausgestellt, nachdem sie jahrzehntelang als verschollen galt.
George Harry Grey, geboren am 7. Januar 1827, wurde nach dem Tod seines Großvaters am 26. April 1845 zum 7. Earl of Stamford und 3. Earl of Warrington. Zuvor war er bereits 1835 im Alter von nur acht Jahren seinem Vater als 9. Baron Grey of Groby nachgefolgt. Der Earl erbte umfangreiche Ländereien in ganz England, darunter Anwesen in Enville in Staffordshire, Bradgate Park in Leicestershire, Dunham Massey in Cheshire und Stalybridge bei Manchester.thepeerage.com+2
Jenseits seiner Pflichten als Peer war der 7. Earl ein Mann mit vielfältigen Interessen. Er spielte zwischen 1851 und 1858 erstklassiges Cricket für den Marylebone Cricket Club, wenn auch mit mäßigem Erfolg. Als prominenter Förderer des Pferderennsports fungierte er von 1856 bis 1863 als Master of the Quorn Hunt, und sein Hengst Diophantus gewann 1861 das prestigeträchtige Two Thousand Guineas. Der Earl bekleidete auch militärische Ämter; er diente als Hauptmann in der Cheshire Yeomanry, bevor er 1871 zum Ehrenoberst des 7. Bataillons der Lancashire Rifles ernannt wurde. Sein Privatleben sorgte in der viktorianischen Gesellschaft für Kontroversen, insbesondere seine Heirat mit Catherine Cox (auch als Katherine Cocks verzeichnet) im Jahr 1855, die zur Inspiration für die silberne Hirschskulptur wurde, welche seinen Trotz gegen die gesellschaftliche Missbilligung symbolisierte. Er starb am 2. Januar 1883, nur fünf Tage vor seinem 56. Geburtstag.Wikimedia Foundation, Inc.+1
Catherine Cox, 1826 in Dorset geboren, war eine von drei Schwestern, die für ihre reiterlichen Talente bekannt waren. In den 1840er und frühen 1850er Jahren trat sie als Kunstreiterin im Astley's Amphitheatre in London auf, dem ersten modernen Zirkus, wo sie und ihre Schwestern das Publikum mit gewagten Stunts begeisterten, darunter das Springen mit ihren Pferden durch brennende Reifen. Dieser extravagante Hintergrund, zusammen mit ihrer angeblichen Herkunft von einer Zigeuner-Großmutter, trug zum Skandal bei, als sie 1855, kurz nach dem Tod seiner ersten Frau, George Harry Grey, den 7. Earl of Stamford, heiratete.Wikimedia Foundation, Inc.+2
Trotz der Empörung der Gesellschaft erwies sich Catherine als mehr als fähig, die Familienbesitzungen zu verwalten, was zeigte, dass die Disziplin und der gesunde Menschenverstand, die für die Zirkusarbeit erforderlich waren, gut auf aristokratische Verantwortlichkeiten übertragbar waren. Das Paar sah sich schwerer sozialer Ausgrenzung ausgesetzt – Queen Victoria soll sich geweigert haben, in einer benachbarten Loge zu sitzen, während Catherine in Cheshire öffentliche Demütigungen ertragen musste, darunter die Bezeichnung als "Dirne" bei den Rennen von Knutsford, was das Paar dazu veranlasste, Dunham Massey zu verlassen. Obwohl sie nie dorthin zurückkehrten, um dort zu leben, wird Catherine heute in den Gärten des Anwesens gewürdigt, ein Zeugnis für ihren bemerkenswerten Weg von der Zirkusartistin zur Gräfin.The Art Newspaper - International art news and events+1
Das von Alfred Brown modellierte und von den königlichen Goldschmieden Hunt & Roskell gefertigte Werk Stags in Bradgate Park ist ein detailreiches silbernes Meisterwerk, das zwei röhrende Rothirsche auf einem Felsvorsprung mit knorrigen, hohlen Eichen darstellt. Die Skulptur war zu ihrer Zeit eine Sensation, zierte die Seiten der Illustrated London News und wurde sowohl auf der London International Exhibition von 1862 als auch auf der Paris Exposition Universelle von 1867 ausgestellt – prestigeträchtige Veranstaltungen, die Millionen von Besuchern anzogen.The Manc
Die dramatische Skulptur, die seit dem 26. Juni 2025 in der Great Gallery in Dunham Massey ausgestellt ist, ist nur die zentrale Komponente dessen, was ursprünglich eine viel größere Komposition war. Lange Zeit befürchtete man, sie sei eingeschmolzen worden, doch dieses viktorianische Silber-Mittelstück hat auf wundersame Weise überlebt und repräsentiert nicht nur außergewöhnliche Handwerkskunst, sondern dient auch als kraftvolles Symbol des Trotzes gegen gesellschaftliche Normen – eine physische Manifestation des "Aneinandergeratens" des Earls mit der Gesellschaft, die seine Ehe abgelehnt hatte.National Trust+3