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arkeonews.net+2.arkeonews.net+1.arkeonews.net+1.arkeonews.net+2.arkeonews.net+1.Archäologen haben in der antiken Stadt Hyllarima im Südwesten der Türkei eine bedeutende Entdeckung gemacht: Sie legten die zentrale Agora der Stadt mit einem Netzwerk aus 2.400 Jahre alten, in den Fels gehauenen kommerziellen Läden frei. Diese stammen aus der hellenistischen Zeit und zeugen von einer ausgeklügelten Stadtplanung, bei der Steinbruchflächen als Gewerbeflächen umgenutzt wurden, die bis in die römische Zeit aktiv blieben und diese karische Binnensiedlung mit den breiteren Handelsnetzwerken des Mittelmeerraums verbanden.
Die Gewerbearchitektur während der hellenistischen Zeit spiegelte sowohl praktische Funktionalität als auch den Fokus der Ära auf Stadtplanung und monumentales Design wider. Nach dem Tod Alexanders des Großen wurden hellenistische Könige zu bedeutenden Förderern der Künste und gaben öffentliche Arbeiten in Auftrag, die städtische Zentren mit regulierteren Grundrissen verwandelten. Gewerbliche Strukturen zeichneten sich typischerweise durch markante architektonische Pläne aus, die aus nicht überdachten Korridoren bestanden, flankiert von Räumen, die sich zu Innenhöfen hin öffneten. Archäologische Belege für kommerzielle Aktivitäten umfassen Werkzeuge, Materialabfälle und Münzkonzentrationen.Architizer+1
Die Agora (öffentlicher Platz) diente als kommerzielles Herz hellenistischer Städte und war oft von Stoa-Bauten (Säulenhallen) umgeben, die Läden und Werkstätten beherbergten. Zu den bemerkenswerten Beispielen gehört die Stoa des Attalos in Athen, deren Achse präzise vertikal zur Mittleren Stoa ausgerichtet war, was die Vorliebe der Zeit für geometrische Regelmäßigkeit in der Stadtplanung demonstriert. Gewerbebauten waren multifunktional, wie das Gebäude Z im Kerameikos-Viertel von Athen zeigt, das sich von einem Wohnraum in eine Taverne/Werkstatt und schließlich in ein Bordell verwandelte – was veranschaulicht, wie Gewerbeflächen gleichzeitig verschiedenen wirtschaftlichen Zwecken dienen konnten. Diese architektonischen Entwicklungen schufen standardisierte kommerzielle Umgebungen, die den Handel im gesamten erweiterten hellenistischen Raum erleichterten und gleichzeitig unverwechselbare regionale Merkmale beibehielten.Wikimedia Foundation, Inc.+2
Die Nordseite der Agora von Hyllarima weist eine markante Reihe von in den Fels gehauenen Läden auf, deren Ausgrabung die Archäologen nun vorbereiten. Diese kommerziellen Strukturen, die in linearer Anordnung direkt in den Hauptfels gehauen wurden, stellen eine geniale Nutzung lokaler Materialien dar, die der antiken Stadt ihre einzigartige architektonische Identität verlieh. Laut Grabungsleiter Prof. Dr. Bekir Özer wandten die Erbauer von Hyllarima je nach Nähe zu den Materialquellen unterschiedliche Bautechniken an – sie verwendeten Marmor in Bereichen nahe den Steinbrüchen, während sie an anderen Stellen die Felsmasse nutzten, auf der die Stadt stand.arkeonews.net+2
Die bevorstehende Ausgrabung eines dieser Läden verspricht wertvolle Artefakte und strukturelle Details zu liefern, die die täglichen kommerziellen Aktivitäten in dieser gut erhaltenen karischen Siedlung beleuchten werden. Was die in den Fels gehauene Architektur von Hyllarima besonders faszinierend macht, ist die Art und Weise, wie die Steinbruchflächen durchdacht in das Gesamtdesign der Stadt integriert wurden – die durch den Steinabbau geschaffenen Räume wurden als Wohnbereiche, Werkstätten und Straßen umgenutzt, was eine bemerkenswerte Effizienz der Stadtplanung demonstriert. Diese Ausgrabung reiht sich in andere bedeutende archäologische Entdeckungen von Felsbauten im Mittelmeerraum ein, bei denen das Hauen in den Fels dauerhafte, verteidigbare Strukturen schuf, die Jahrtausende von Umwelt- und menschlichen Einflüssen überdauert haben.Anatolian Archaeology+1
Die antike Stadt Hyllarima, strategisch günstig im Landesinneren von Karien gelegen, spielte trotz ihrer Lage als Binnensiedlung eine bedeutende Rolle in regionalen Handelsnetzwerken. Als eine der ältesten Siedlungen im inneren Karien, die bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. zurückreicht, wird die wirtschaftliche Bedeutung von Hyllarima durch ihre gut entwickelte Agora und kommerzielle Infrastruktur belegt. Die Teilnahme der Stadt am Mittelmeerhandel wird durch archäologische Funde und ihren Status als Münzprägestätte während der römischen Zeit weiter bestätigt, was auf ihre Integration in breitere Wirtschaftssysteme hinweist.arkeonews.net+1
Die kommerziellen Aktivitäten von Hyllarima wurden von den hochentwickelten maritimen Handelsnetzwerken beeinflusst, die im gesamten Mittelmeerraum etabliert waren. Während Küstenmächte wie die Minoer, Phönizier und später die Griechen die Seewege dominierten, dienten Binnenzentren wie Hyllarima als entscheidende Knotenpunkte, die Küstenhäfen mit den Regionen im Landesinneren verbanden. Der Übergang der Stadt durch die klassische, hellenistische und römische Zeit spiegelt die wechselnde Kontrolle über die Handelsnetzwerke des Mittelmeerraums wider, von der griechischen Vorherrschaft bis zur späteren römischen Hegemonie. Die bevorstehende Ausgrabung der in den Fels gehauenen Läden von Hyllarima verspricht, spezifischere Details über die gehandelten Waren und die kommerziellen Praktiken zu enthüllen, die diese karische Siedlung mit der weiteren antiken Welt verbanden.Wikimedia Foundation, Inc.+2