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rubinobservatory+1livescience+1zmescienceDas Vera C. Rubin-Observatorium hat eine beeindruckende Aufnahme des COSMOS-Feldes mit mehr als einer halben Million Galaxien und über 50.000 Sternen veröffentlicht: die erste wissenschaftlich nutzbare Datenveröffentlichung seiner LSST-Kamera. Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung bewies das Observatorium auch seinen Wert als Echtzeit-Entdeckungsmaschine, indem es einem weltweiten Teleskopnetzwerk half, eines der seltensten Ereignisse der modernen Astronomie zu erfassen: den Stoßwellenausbruch eines sterbenden Sterns.
Das Bild, das am 31. Juli anlässlich der „Early Data Preview 2“ des Observatoriums veröffentlicht wurde, entstand durch das Überlagern hunderter Einzelbeobachtungen aus der Zeit zwischen April 2025 und Januar 2026. Es zeigt das COSMOS-Feld im Sternbild Sextant, einen der am intensivsten erforschten Himmelsausschnitte, der 2003 erstmals vom Hubble-Weltraumteleskop aufgenommen wurde.rubinobservatory
Rubins 3,2-Gigapixel-LSST-Kamera, die größte jemals für die Astronomie gebaute Digitalkamera, ist auf dem 8,4 Meter großen Simonyi Survey Telescope auf dem Cerro Pachón in Chile montiert. Ihre Brennebene beherbergt 189 wissenschaftliche CCD-Sensoren, die auf etwa -100 °C gekühlt werden, und jede Belichtung erfasst 9,6 Quadratgrad des Himmels, was einer Fläche von etwa 45 Vollmonden entspricht. Eine weitwinkligere Ansicht derselben Region offenbart mehr als 650.000 Galaxien und über 75.000 Sterne.zmescience+2
„Die Deep-Field-Aufnahme des COSMOS-Feldes ist für Rubin in dieser Region erst der Anfang“, sagte Bob Blum, Direktor des Rubin-Observatoriums bei NSF NOIRLab. „Wiederholte Beobachtungen dieses Feldes in den nächsten Jahren werden die Stärke unseres Durchmusterungsdesigns für Entdeckungen demonstrieren.“rubinobservatory
Wenige Tage nach der COSMOS-Veröffentlichung stellte das Observatorium genau diese Entdeckungsstärke unter Beweis. Im März entdeckte das chinesische Weltraumteleskop Einstein Probe einen kurzen Röntgenblitz aus einer 500 Millionen Lichtjahre entfernten Quelle. Erdgebundene Teleskope reagierten innerhalb einer Stunde, und Rubin beobachtete zufällig denselben Himmelsausschnitt. Das Ereignis mit der Bezeichnung SN 2026gzf wurde als Supernova vom Typ Ic-BL (broad-lined) klassifiziert: der explosive Tod eines Wolf-Rayet-Sterns mit der etwa 20-fachen Masse der Sonne.livescience+1
Zwei Teams veröffentlichten am 14. Juli Ergebnisse in The Astrophysical Journal Letters und bestätigten jeweils unabhängig voneinander den Stoßwellenausbruch („shock breakout“), erst die zweite derartige Beobachtung seit 20 Jahren. Der Stoßwellenausbruch dieser Supernova war der schwächste, der jemals bei einer Ic-BL-Supernova gemessen wurde, und es wurden keine Gammablitze registriert: eine Überraschung, da dieser Explosionstyp häufig mit solchen Blitzen in Verbindung gebracht wird.petapixel+1
„Eine Möglichkeit besteht darin, dass der Jet 'erstickt' wurde, entweder durch die Oberfläche des Sterns oder durch zirkumstellares Material, das den Stern umgibt“, sagte Brendan O'Connor, Astrophysiker an der Carnegie Mellon University und Koautor einer der Studien.livescience
Während seiner geplanten zehnjährigen Durchmusterung „Legacy Survey of Space and Time“ soll Rubin voraussichtlich etwa 20 Milliarden Galaxien und 17 Milliarden Sterne erfassen und pro Nacht bis zu sieben Millionen Warnmeldungen ausgeben, um auf Supernovae, Asteroiden und andere kurzzeitige Ereignisse aufmerksam zu machen. EDP2-Daten stehen derzeit Forschenden in den USA und Chile zur Verfügung, eine öffentliche Zugänglichkeit ist nach einer zweijährigen Urheberrechtsfrist geplant. Eine zweite Phase der Datenveröffentlichung, die Differenzbilder zur Sichtbarmachung von Veränderungen zwischen Beobachtungen hinzufügt, wird für ein späteres Datum im Jahr 2026 erwartet.thedailystar+2