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techspot+1techspotthenerdstashMicrosoft hat eine Patentanmeldung für ein System eingereicht, das Werbung in PC- und Konsolenspiele während natürlicher Pausen einfügt. Dabei wird das Spielgeschehen unterbrochen, um Werbeinhalte anzuzeigen, wofür Spieler im Gegenzug mit werbefreier Spielzeit belohnt werden.
Die am 3. September 2026 als US 2026/0260258 A1 veröffentlichte Patentanmeldung mit dem Titel "Contextually Aware Management of Interactive Software Application Access" beschreibt eine Technologie, die mit der Engine eines Spiels zusammenarbeitet, um Momente zu identifizieren, in denen ein Spieler nicht aktiv gefordert ist, etwa nach einem Bosskampf, am Ende einer Zwischensequenz, während eines Ladebildschirms oder nach Abschluss einer Quest.techspot
Im Rahmen des vorgeschlagenen Systems erhalten Spieler zunächst ein Zeitfenster ohne Werbung, das entweder eine festgelegte Dauer, wie 30 Minuten, haben oder an den Spielfortschritt gekoppelt sein könnte. Wenn sich dieser Zeitraum dem Ende zuneigt, wartet das System auf einen geeigneten Pausenpunkt, anstatt das Spiel willkürlich zu unterbrechen. Das Spiel sendet ein Signal an ein Content-Management-System, sobald ein solcher Moment eintritt, welches dann die Sitzung des Spielers einfrieren, Video- oder statische Werbeinhalte anzeigen und das Spiel anschließend fortsetzen kann.techspot
Das Ansehen der Werbung gewährt dem Spieler einen weiteren Block ununterbrochenen Zugangs, den das Patent als "Guthaben" bezeichnet, wodurch die nächste Spielunterbrechung verzögert wird. Dieser Ansatz unterscheidet sich vom Modell mit festen Timern, das in Handyspielen üblich ist und oft mitten in Kämpfe, Dialoge oder andere wichtige Spielmomente eingreift.tomshardware+1
Das Modell ähnelt stark der werbefinanzierten Struktur, die in Handyspielen bereits weit verbreitet ist, wo Werbung typischerweise zwischen Levels oder nach gescheiterten Versuchen geschaltet wird. Die Anwendung auf PC- und Konsolentitel ist komplexer, da die Sitzungen tendenziell länger und weniger strukturiert sind. Die Patentanmeldung nennt kein spezifisches Microsoft-Spiel, keinen Xbox-Dienst und keinen Produktplan, und eine Patentanmeldung ist keine Garantie dafür, dass die Technologie jemals kommerzialisiert wird.techspot
Dennoch hat das Timing Aufmerksamkeit erregt. Das Patent tauchte zeitgleich mit unbestätigten Behauptungen im Spieleforum ResetEra auf, dass Microsoft für 2027 eine Umstrukturierung des Game Pass planen könnte, bei der der Dienst möglicherweise in eine werbefinanzierte Stufe für 12,99 Dollar und eine werbefreie Option für 19,99 Dollar aufgeteilt wird. Der ResetEra-Moderator Slayven, der das Gerücht verbreitete, mahnte zur Vorsicht, da es unbestätigt sei, fügte aber hinzu, dass seine Quelle "in der Vergangenheit richtig lag".thenerdstash
Die Reaktion der Spieler fiel prompt und weitgehend negativ aus. Kommentarspalten in Technikpublikationen füllten sich mit Kritik, wobei viele ungünstige Vergleiche zum werbelastigen Modell der Handyspiele zogen und infrage stellten, ob zahlende Kunden überhaupt mit Werbung konfrontiert werden sollten. Andere verwiesen auf ein früher verspottetes Sony-Patent, das Spieler dazu verpflichtet hätte, einen Markennamen zu rufen, um eine Werbung auszublenden – ein Konzept, das weithin lächerlich gemacht, aber nie umgesetzt wurde. Ob das Patent von Microsoft ein ähnliches Schicksal ereilt, bleibt abzuwarten.tomshardware+1