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euronews+1bloomingbitbloomingbit+1Die Rendite der japanischen 10-jährigen Benchmark-Staatsanleihe kletterte am Montag auf etwa 2,93 % und erreichte damit den höchsten Stand seit September 1996. Dies verstärkt die Sorge, dass japanische institutionelle Anleger beginnen werden, Kapital von US-Staatsanleihen in höher verzinste inländische Schuldtitel umzuschichten.bloomingbit+2
Dieser Schritt erfolgt, während die Bank of Japan ihre Geldpolitik weiter normalisiert, nachdem sie ihren Leitzins im Juni auf 1 % angehoben hat – den höchsten Stand seit 1995 – und damit die Abkehr von jahrzehntelanger ultralockerer Politik beschleunigt. Die Märkte preisen nun eine weitere mögliche Zinserhöhung bereits für September ein.cryptobriefing+2
Der Ausverkauf japanischer Anleihen wirkt sich über den Pazifik aus. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen stieg am Montag kurzzeitig über 5,31 %, den höchsten Stand seit Juni 2007, während die 10-Jahres-Rendite auf 4,72 % kletterte. Der Anstieg der langfristigen US-Renditen erfolgt, obwohl die kurzfristigen Zinsen gefallen sind, was zu einer sogenannten "Twist-Versteilung" der Zinskurve führt.chosun+3
JPMorgan stellte fest, dass japanische Käufe von US-Staatsanleihen historisch dazu beigetragen haben, langfristige Renditen zu drücken, sich dieser Effekt nun aber umkehrt. Japan bleibt der größte ausländische Gläubiger von US-Staatsanleihen, und selbst eine Verlangsamung der Reinvestition fälliger Bestände – statt eines direkten Verkaufs – könnte die Nachfrage belasten.bloomingbit
Das Risiko der Kapitalrückführung aus Japan verstärkt andere Kräfte, die die US-Renditen nach oben treiben. Das US-Haushaltsdefizit hatte bereits im Juli das Defizit des gesamten Vorjahres von 1,775 Billionen Dollar überschritten, wobei Fitch für 2026 und 2027 Defizite von 7,4 % des BIP prognostiziert. Unterdessen geben Technologieunternehmen Rekordsummen an Schulden aus, um die Infrastruktur für künstliche Intelligenz zu finanzieren, wobei die Finanzierung für Rechenzentren in diesem Jahr 269 Milliarden Dollar erreicht hat, etwa das Doppelte des Vorjahreswertes.bloomingbit
Die abwartende Haltung von Fed-Chef Kevin Warsh hat zur Marktverunsicherung beigetragen. Die Bank of America bewertete Warshs Haltung als Signal, dass die Fed Inflation tolerieren könne, was zu höheren langfristigen Renditen beitrage. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September ist von 44 % in der Vorwoche auf 33 % gesunken, dennoch steigen die langfristigen Renditen weiter.chosun
Investoren beobachten eine Auktion 20-jähriger Staatsanleihen im Wert von 16 Milliarden Dollar am 19. August als wichtigen Test für die Nachfrage. Die Aufmerksamkeit richtet sich auch auf das Jackson-Hole-Treffen der Zentralbanker vom 27. bis 29. August, bei dem unklar bleibt, ob Warsh stabilisierende Orientierungshilfen geben wird. In Tokio beobachten Analysten, ob die 10-Jahres-Rendite der JGBs die 3,0 %-Marke durchbricht, eine Schwelle, die die Bank of Japan zu Anleihekäufen veranlassen könnte, um eine destabilisierende Spirale bei den Kosten für den Schuldendienst zu verhindern.cryptobriefing+2