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yahoo+2.yahoo+1.yahoo+1.popsci+1.yahoo+1.Ein Forscherteam hat erfolgreich eine 30.000 Jahre alte Reise nachgestellt, indem es den "Sugime"-Einbaum in etwa 45 Stunden 140 Meilen von Taiwan zur japanischen Insel Yonaguni paddelte. Dabei wurden ausschließlich paläolithische Steinwerkzeuge für den Bau und natürliche Navigationsmethoden verwendet, um zu demonstrieren, wie frühe Menschen möglicherweise gezielt den mächtigen Kuroshio-Strom, eine der stärksten Meeresströmungen der Welt, überquert haben könnten.
Der 2019 konstruierte Sugime-Einbaum wurde akribisch mit Techniken gefertigt, die denen paläolithischer Seefahrer entsprachen. Das Team fällte einen einen Meter dicken japanischen Zedernbaum mit Nachbildungen von 30.000 Jahre alten Steinwerkzeugen, die an japanischen paläolithischen Fundorten entdeckt wurden. Nachdem die Rinde entfernt worden war, schnitzten sie einen Sitzbereich in die Mitte des 7,5 Meter (24 Fuß) langen Stammes und polierten das Innere – inspiriert von Brandspuren an Einbäumen der Jōmon-Zeit (ca. 14.000 v. Chr.) – mit Feuer, eine Technik, die auch den antiken Handwerkern zur Verfügung gestanden hätte.explorersweb+2
Im Gegensatz zum modernen Bau von Einbäumen, bei dem oft Kettensägen, Äxte und Dechseln zum Einsatz kommen, verließ sich das Forschungsteam ausschließlich auf primitive Methoden, um ein authentisches Gefäß zu schaffen. Dieser mühsame Prozess begann 2017 und führte zu einem seetüchtigen Fahrzeug, das fünf Paddler tragen konnte. Der fertige Einbaum bewies, dass die im japanischen Archipel gefundenen Werkzeuge des Jungpaläolithikums tatsächlich ausreichten, um Boote zu bauen, die gefährliche Meeresströmungen überqueren konnten, was überzeugende Beweise dafür liefert, wie frühe Menschen abgelegene Inseln wie die der Ryukyu-Kette erreicht haben könnten.popsci+3
Der Kuroshio-Strom stellte ein gewaltiges Hindernis für antike Seefahrer dar, die die Überquerung von Taiwan nach Yonaguni versuchten. Bekannt als "Schwarzer Strom" aufgrund seines dunklen, kobaltblauen Wassers, zählt er zu den drei größten Meeresströmungen der Welt und fließt mit etwa 25-65 Millionen Kubikmetern pro Sekunde. Dieser mächtige ozeanische Fluss steht dem Golfstrom in seiner Stärke in nichts nach und schafft erhebliche navigatorische Herausforderungen, die ein ausgeklügeltes Verständnis der paläolithischen Reisenden erforderten.wikipedia+2
Die erfolgreiche Durchquerung des Kuroshio erforderte spezifische Strategien, die Forscher nun durch Simulationen und experimentelle Fahrten identifiziert haben. Zu den Schlüsselfaktoren gehörten die Auswahl geeigneter Abfahrtspunkte, die Umsetzung effektiver Paddeltechniken, um der Kraft der Strömung entgegenzuwirken, und die Nutzung hochgradiger Navigationsfähigkeiten. Moderne Schiffe, die den Pazifik überqueren, können bis zu 18 % Treibstoff sparen, wenn sie die Strömungsmuster des Kuroshio korrekt berücksichtigen, was unterstreicht, wie kritisch das Bewusstsein für Strömungen selbst mit heutiger Technologie bleibt. Für paläolithische Reisende war das Erkennen und Anpassen an diese mächtige Strömung nicht nur eine Frage der Effizienz – es war überlebenswichtig.napa+1
Die historische Reise von Taiwan zur Insel Yonaguni begann am 7. Juli 2019, als die fünfköpfige Besatzung (ein Taiwanese und vier Japaner, darunter eine Frau) um 13:40 Uhr vom Kap Wushibi im Landkreis Taitung, Taiwan, aufbrach. Nachdem sie aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen zweimal verschoben worden war, begab sich das Team schließlich auf die Reise über die 205 Kilometer lange Strecke und verließ sich dabei ausschließlich auf natürliche Navigationsmethoden – wobei nur Sterne, Sonne und Wind zur Orientierung dienten. Die Expedition, eine Zusammenarbeit zwischen Japans Nationalmuseum für Natur und Wissenschaft und Taiwans Nationalmuseum für Vorgeschichte, erreichte am 9. Juli um 11 Uhr erfolgreich die Insel Yonaguni und schloss die Überquerung in etwa 45 Stunden ab.explorersweb+3
Die erfolgreiche Reise folgte auf zwei frühere gescheiterte Versuche mit anderen Bootsdesigns. 2017 konnte das Bambusfloß "Ira I" des Teams den mächtigen Kuroshio-Strom nicht überwinden, während sich der Versuch von 2018 mit der verbesserten "Ira II" als anfällig für Meereswellen und Wasserschäden erwies. Der Sugime-Einbaum war dort erfolgreich, wo diese früheren Gefäße scheiterten, und bewies, dass paläolithische Menschen gezielt nach Japan hätten navigieren können, anstatt durch Zufall dort anzukommen. Wie Expeditionsleiter Yosuke Kaifu feststellte: "Man kann Yonaguni von einigen der hohen Gipfel in Taiwan aus sehen, aber man kommt nicht zufällig (auf Yonaguni) an, nur indem man treibt." Die gesamte Reise wurde akribisch mit 360-Grad-Kameras, Begleitschiff-Fotografie und Drohnenaufnahmen dokumentiert, was umfassende Beweise für diese bemerkenswerte Leistung der experimentellen Archäologie liefert.nippon+2