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rte+1kahawatungu+1econostream-media+1Die Europäische Zentralbank muss bereit sein, die Zinsen weiter anzuheben, auch in den restriktiven Bereich, falls die Inflationsrisiken nach oben tendieren. Dies sagte EZB-Ratsmitglied Gabriel Makhlouf in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Financial Times News Corp . Die Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Verbraucherpreise im Euroraum auf ein Dreijahreshoch gestiegen sind, was den Druck auf die Zentralbank vor ihrer geldpolitischen Sitzung am 10. September erhöht.rte+1
Die Inflation im Euroraum beschleunigte sich im August auf 3,3 Prozent, nach 2,9 Prozent im Juli, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Schnellschätzung von Eurostat Euronext N.V. hervorgeht. Der Anstieg wurde maßgeblich durch die Energiepreise getrieben, die im Jahresvergleich um 14,3 Prozent zulegten, ein deutlicher Anstieg gegenüber 10,3 Prozent im Juli. Dies markiert den höchsten Inflationswert seit September 2023 und liegt deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der EZB.global.morningstar+3
Die Kerninflation, die Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak ausschließt, sank leicht von 2,5 Prozent im Juli auf 2,4 Prozent, während die Inflation bei Dienstleistungen von 3,3 auf 3,0 Prozent zurückging. Die Daten deuten darauf hin, dass sich der Anstieg der Energiepreise noch nicht breit auf die zugrunde liegende Preisentwicklung ausgeweitet hat, eine Unterscheidung, die für die geldpolitischen Überlegungen der EZB von Bedeutung ist.euronews+1
Die Märkte erwarten mehrheitlich, dass die EZB ihren Einlagensatz bei der Sitzung am 10. September um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent anheben wird, die zweite Erhöhung seit 2023. Makhlouf sagte, die Entscheidung in der nächsten Woche wäre "keine Überraschung" und deutete an, dass die EZB ihre Wachstumsprognose für 2026 leicht anheben könnte.global.morningstar+3
Er warnte jedoch, dass die Geldpolitik selbst bei 2,5 Prozent noch nicht restriktiv wäre. "Die Politik ist nicht restriktiv", sagte Makhlouf und fügte hinzu, dass der restriktive Bereich erst beginne, wenn die Zinsen über 2,75 Prozent lägen. Er sagte, die EZB solle bereit sein, in diesen Bereich vorzustoßen, falls die Inflationsrisiken eskalieren, wobei er sich nicht auf aufeinanderfolgende Erhöhungen festlegte und den sitzungsbezogenen Ansatz der EZB unterstützte.econostream-media+1
Die EZB steht vor einem komplexen geldpolitischen Umfeld. Während die Gesamtinflation erhöht ist, wirft ihre Konzentration auf Energiepreise – die teilweise mit geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zusammenhängen – Fragen darüber auf, wie aggressiv auf das reagiert werden soll, was sich als Angebotsschock erweisen könnte. Unabhängig davon warnte EZB-Ratsmitglied Olli Rehn vor einem langwierigen "Abnutzungskonflikt" in der Region, der die Inflation hoch halten könnte.ft
Für Händler ist die Zinserhöhung im September weitgehend eingepreist; die wichtigere Frage ist, ob die EZB 2,5 Prozent als ausreichend ansieht oder einen Weg in Richtung 2,75 Prozent erkennt. Diese Unterscheidung wird den Kurs des EUR/USD in den kommenden Monaten prägen.morningstar