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economictimes+1reuters+1shipandbunkerDie Verkäufe von Bunkeröl im Hafen von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben sich im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert, da der Konflikt zwischen den USA und dem Iran die Schifffahrtsaktivitäten in der Nähe der Straße von Hormus erstickte und Schiffe von dem größten Bunker-Knotenpunkt der Region vertrieb.
Die Verkäufe von Schiffskraftstoffen, ohne Schmierstoffe, beliefen sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 in Fudschaira auf etwa 1,63 Millionen Tonnen, ein starker Rückgang gegenüber den 3,66 Millionen Kubikmetern, die im ersten Halbjahr 2025 verzeichnet wurden. Laut Daten der Fujairah Oil Industry Zone erreichten die Verkäufe im Juni ein neues Rekordtief und fielen von 97.727 Kubikmetern im Mai auf 88.659 Kubikmeter. Die Verkäufe von 380 CST VLSFO, der meistgehandelten Bunker-Sorte des Hafens, brachen im Juni im Jahresvergleich um 90,4 % auf ein Rekordtief von 34.590 Kubikmetern ein.economictimes+3
Der Zusammenbruch folgt auf die umfassenden Verwerfungen in der Schifffahrt am Golf, seit die Vereinigten Staaten und Israel Ende Februar 2026 militärische Operationen gegen den Iran und seine Verbündeten begannen. Anfang März lagen laut Reuters mindestens 200 Schiffe – darunter Öltanker und Flüssigerdgas-Transporter – vor der Küste der VAE vor Anker, da die Straße von Hormus faktisch geschlossen war. Die Bunkerölpreise in Fudschaira schossen in die Höhe, was die Nachfrage weiter drückte und Schiffe zu alternativen Betankungszentren trieb.wikipedia+2
Die Störungen halten seit Monaten an. Im Mai wurde ein vor den VAE vor Anker liegendes Schiff beschlagnahmt und in Richtung Iran gebracht, während ein Frachtschiff in der Nähe des Oman nach einem Angriff sank. Im Juni setzte die UNO die Evakuierung von Schiffen durch die Straße aus, nachdem ein weiteres Schiff getroffen worden war. Am 14. Juli griff der Iran laut der Jerusalem Post zwei unter VAE-Flagge fahrende Tanker, die Mombasa und die Al Bahiyah, an und verursachte Brände an Bord.youtube+3
Fudschaira, am Golf von Oman direkt außerhalb der Straße von Hormus gelegen, hatte sich zum wichtigsten Zentrum für Bunkerung und Öllagerung im Nahen Osten entwickelt. Schon vor dem Krieg hatten sich die Verkäufe abgeschwächt – das Volumen des ersten Halbjahres 2025 lag bereits 5,2 % unter dem von 2024. Doch der Konflikt beschleunigte den Rückgang, da Versicherer die Kriegsrisikoprämien erhöhten und Reedereien den Verkehr komplett aus dem Golf umleiteten.portnews+1
Die Heizöllagerbestände im Hafen schwankten stark und stiegen in der Woche zum 22. Juni um 33 % auf 6,846 Millionen Barrel – der höchste Stand seit Ende April –, da sich das Produkt staute, weil weniger Schiffe zum Tanken anlegten. Al Jazeera berichtete Anfang Juli, dass die globale Schifffahrtsindustrie bereits auf eine Rückkehr zu den Mustern der Vorkriegszeit hofft, sobald ein dauerhafter Waffenstillstand eintritt, doch angesichts der anhaltenden Feindseligkeiten bleibt die Erholung von Fudschaira ungewiss.aljazeera+1