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investinginvestinginvestingDie BMW Bayerische Motoren Werke AG meldete am Donnerstag einen deutlichen Rückgang des Ergebnisses vor Steuern im zweiten Quartal. Der Gewinn sank um mehr als ein Drittel, da der deutsche Premium-Autobauer mit einer einbrechenden Nachfrage in China, Zollhürden und Währungseffekten zu kämpfen hat, die das Unternehmen zu tausenden Stellenstreichungen gezwungen haben.
Das Unternehmen erzielte einen Quartalsgewinn vor Steuern von 1,7 Milliarden Euro, ein Rückgang von rund 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was jedoch leicht über dem Konsens der Analysten von 1,6 Milliarden Euro lag. Die operative Marge im Kerngeschäft Automobil verengte sich auf 2,3 Prozent, verglichen mit 5,4 Prozent im Vorjahr, und liegt damit weit unter dem strategischen Zielkorridor von 8-10 Prozent.investing+1
Die Einzelhandelsumsätze in China brachen im zweiten Quartal um 30,2 Prozent ein, was die Auslieferungen im ersten Halbjahr in dem Land auf 262 000 Einheiten drückte. Die Konzernauslieferungen fielen im zweiten Quartal um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf etwa 591 000 Fahrzeuge, wobei die Auslieferungen im ersten Halbjahr 1,157 Millionen Einheiten erreichten. Finanzvorstand Walter Mertl nannte mehrere Belastungsfaktoren für die Marge: Zölle reduzierten die EBIT-Marge im Automobilbereich um 1,25 Prozentpunkte, Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Joint Venture BMW Brilliance Automotive drückten das Ergebnis um weitere 1,2 Punkte, und Währungseffekte reduzierten das Quartals-EBIT um 400 Millionen Euro.investing
BMW bestätigte, dass das Unternehmen bis Ende 2027 im Rahmen eines mit dem Betriebsrat vereinbarten Programms für freiwillige Aufhebungsverträge rund 8 000 Stellen abbauen wird. Das Programm zielt auf Verwaltungs- und Entwicklungsrollen ab, während Produktionsmitarbeiter ausgenommen sind. Etwa 40 000 der rund 85 000 festangestellten BMW-Mitarbeiter in Deutschland erhalten ab Oktober Angebote für Aufhebungsverträge. Die Maßnahmen sollen ab 2028 jährliche Einsparungen von etwa 1 Milliarde Euro generieren.youtube+2
"Die Automobilindustrie steht vor schnell eskalierenden Herausforderungen. Intensiver globaler Wettbewerb, zunehmende regionale regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Geschäftsmodell in den kommenden Jahren prägen", sagte Vorstandschef Milan Nedeljković.reuters
BMW bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr 2026, die bereits im Juni auf eine EBIT-Marge im Automobilbereich von 1-3 Prozent gesenkt worden war. Das Unternehmen erwartet für das Jahr einen freien Cashflow im Automobilsegment von über 2,5 Milliarden Euro und teilte mit, dass es die Kostensenkungsinitiativen beschleunige, deren Auswirkungen ab 2027 sichtbar werden sollen. Trotz des Gewinnrückgangs setzt BMW sein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 2 Milliarden Euro fort, das nach Angaben des Managements schneller als geplant voranschreitet.finance.yahoo+2