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cpbThe Guardian+1The Guardian+1Das globale Handelsvolumen stieg im April im Vergleich zum Vormonat um 0,7 % und erholte sich damit von einem starken Rückgang im März, so der am Mittwoch vom niederländischen Büro für wirtschaftspolitische Analysen veröffentlichte CPB World Trade Monitor.
Die am 25. Juni veröffentlichten Daten bieten ein Maß an Widerstandsfähigkeit für ein globales Handelssystem, das durch den Nahostkonflikt und die faktische Schließung der Straße von Hormus seit Ende Februar unter Druck steht.
Der Anstieg im April folgt auf einen revidierten Rückgang von 2,3 % im März, der stärker ausfiel als die im Mai veröffentlichte erste Schätzung von 2,1 %. Die Dynamik des Welthandels – ein geglättetes Maß für den zugrunde liegenden Trend – lag im April bei 2,1 %, nach 3,6 % im März.cpb
Das Bild war regional gemischt. Die Importe der fortgeschrittenen Volkswirtschaften stiegen im Monatsvergleich um 0,6 %, während die Importe der Schwellenländer um 3,8 % fielen, belastet durch einen Rückgang der chinesischen Importe um 10,9 %. Auf der Exportseite legten die Schwellenländer um 5,4 % zu und glichen damit einen bescheideneren Anstieg der Exporte der fortgeschrittenen Volkswirtschaften um 0,6 % aus.
Die weltweite Industrieproduktion hingegen fiel im April um 0,6 % nach einem Rückgang von 1,6 % im März, was darauf hindeutet, dass sich die Erholung des Handels noch nicht in eine breitere Fertigungsaktivität übersetzt hat.
Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran, der Ende Februar ausbrach, schloss die Straße von Hormus faktisch für Monate für die Handelsschifffahrt, was etwa 20 % der weltweiten Ölströme und etwa 10 % der weltweiten Containerschifffahrtskapazität unterbrach. Große Reedereien, darunter Maersk A.P. Moller – Maersk A/S und CMA CGM, setzten die Durchfahrten durch die Meerenge aus und zwangen Schiffe dazu, den Weg um Afrika zu nehmen.cnbc.com+2
Ein am 14. Juni angekündigtes Memorandum of Understanding zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat begonnen, die Blockade zu lockern, wobei Tanker begannen, den Golf zu verlassen. Es verbleiben jedoch etwa 80 Minen im zentralen Kanal der Meerenge, und Schifffahrtsanalysten haben gewarnt, dass eine vollständige Normalisierung Monate dauern könnte. Peter Sand, Chefanalyst bei der Frachtanalysefirma Xeneta, warnte, dass "ein solches Ausmaß an Störung und Marktinstabilität nicht über Nacht behoben werden kann".The Guardian+2
Das Handelsupdate der UNCTAD vom April stellte fest, dass der globale Handel im Jahr 2025 um 2,5 Billionen Dollar auf einen Rekordwert von 35 Billionen Dollar wuchs, wobei die Dynamik bis Anfang 2026 anhielt – warnte jedoch, dass sich das Wachstum im Laufe dieses Jahres aufgrund anhaltender Handelsspannungen und steigender Kosten durch die Störung in Hormus voraussichtlich verlangsamen wird. Das Informationssystem ExportPlanning berichtete separat, dass der Welthandel mit Waren im April real um über 10 % gegenüber dem Vorjahr wuchs, angetrieben durch die Nachfrage nach Investitionsgütern wie Halbleitern und Industriemaschinen.ExportPlanning+1
Der nächste World Trade Monitor des CPB, der die Daten für Mai abdeckt, ist für den 24. Juli geplant.