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roadandtrack+1roadandtrack+1roadandtrackDer Aufsichtsrat von Volkswagen hat am Donnerstag einstimmig die weitreichendste Umstrukturierung in der Geschichte des Automobilherstellers gebilligt. Der Plan sieht den Abbau von rund 100.000 Arbeitsplätzen, die Einstellung der Fahrzeugproduktion in vier deutschen Werken und die Streichung von etwa der Hälfte der weltweiten Modellpalette bis 2035 vor.
Der von CEO Oliver Blume vorangetriebene "Future Plan 2030" sieht 50.000 zusätzliche Stellenstreichungen zu den bereits angekündigten 50.000 bei Volkswagen, Audi, Porsche und der Softwareeinheit Cariad vor – das entspricht etwa 15 % der weltweiten Belegschaft von 650.000 Mitarbeitern. Zudem wird das Unternehmen die Variantenvielfalt und Ausstattungsoptionen um etwa 75 % reduzieren und rund ein Drittel seiner nicht zum Kerngeschäft gehörenden Beteiligungen veräußern oder neu ausrichten.roadandtrack+3
Die Werke in Emden, Zwickau, Hannover sowie das Audi-Werk in Neckarsulm werden zwischen 2031 und 2034 schrittweise aus der Fahrzeugproduktion genommen. Volkswagen erklärte, man könne für diese Standorte keine "wettbewerbsfähige Zukunftsproduktion" garantieren und werde alternative Nutzungsmöglichkeiten prüfen, wenngleich noch keine formellen Schließungsankündigungen gemacht wurden.finance.yahoo+2
Die betroffenen Standorte machen einen großen Teil der Elektrofahrzeugproduktion von Volkswagen in Deutschland aus. Zwickau war das erste große Werk des Unternehmens, das vollständig auf E-Auto-Produktion umgestellt wurde, während Emden den ID.4 und ID.7 baut und Hannover den ID. Buzz produziert. Volkswagen räumte ein, dass die europäische Produktionskapazität die Nachfrage um mehr als 500.000 Einheiten jährlich übersteigt.roadandtrack+2
Die Umstrukturierung ist eine direkte Reaktion auf den wachsenden Druck durch kostengünstigere chinesische Wettbewerber und die Auswirkungen von US-Zöllen. Volkswagen meldete für das erste Halbjahr einen Rückgang des Nachsteuergewinns um 30 %, was maßgeblich auf schwächelnde Verkäufe in China zurückzuführen ist.indexbox+1
Volkswagen plant, von 2027 bis 2031 insgesamt 135 Milliarden Euro in Kapitalinvestitionen sowie Forschung und Entwicklung zu investieren, mit dem Ziel, bis 2030 jährlich neun Millionen Fahrzeuge abzusetzen und eine operative Marge von 9 % zu erreichen. In Nordamerika wird sich die Gruppe auf ihre profitabelsten Segmente konzentrieren, während sie in China die Wachstumserwartungen zurückschraubt und die Exporte in Richtung des "Globalen Südens" ausweitet.roadandtrack+1
Die Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo, die den Plan bei seiner Vorstellung im Sommer scharf kritisiert hatte, stellte sich letztlich hinter ihn. "Der Zukunftsplan ist eine Notwendigkeit, um unseren Konzern erfolgreich in das nächste Jahrzehnt zu führen – ohne die Last dieser Transformation allein auf die Schultern der Beschäftigten zu legen", sagte Cavallo. Die Volkswagen-Aktie stieg nach der Ankündigung.wsj+2
Blume bezeichnete die Zustimmung als "ein starkes Signal für die Zukunft des Volkswagen-Konzerns" und fügte hinzu, das Unternehmen werde "einen dreistelligen Milliardenbetrag investieren, um unsere ikonischen Marken noch attraktiver, stärker und wettbewerbsfähiger zu machen". Die Umsetzung beginnt sofort, wenngleich vor dem Inkrafttreten von Teilen des Plans noch Gespräche mit Gewerkschaften und Tochtergesellschaften erforderlich sind.volkswagen-group+1