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openai+1wsjibm+1Unternehmen, die am stärksten in künstliche Intelligenz investieren, erweitern ihre Nachwuchsteams, anstatt sie zu verkleinern. Dies geht aus aktuellen Arbeitsmarktdaten und Arbeitgeberumfragen hervor, die Annahmen über massenhafte technologische Arbeitslosigkeit infrage stellen. Die Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Ronnie Chatterji, Chefökonom von OpenAI, diese Botschaft den europäischen Entscheidungsträgern auf dem jährlichen Forum der Europäischen Zentralbank im portugiesischen Sintra überbringt, das am Montag eröffnet wurde.econews+1
Eine im Mai veröffentlichte Umfrage von Wall Street Journal News Corp ergab, dass Unternehmen, die KI umfassend nutzen oder deren Einführung planen, fast dreimal häufiger ihre Rekrutierung auf Einstiegsebene im Jahr 2026 erhöhen als sie zurückfahren. IBM International Business Machines Corporation kündigte Pläne an, seine Neueinstellungen auf Einstiegsebene in den USA in diesem Jahr zu verdreifachen, während MetLife die Einstellung von Praktikanten und Hochschulabsolventen im letzten Jahr um fast 30 % steigerte und für 2026 weiteres Wachstum erwartet. Die National Association of Colleges and Employers berichtete im April, dass Arbeitgeber damit rechnen, die Rekrutierung von Hochschulabsolventen in diesem Frühjahr um 5,6 % gegenüber dem Vorjahr zu steigern.wsj+3
Die Trendwende folgt auf eine Phase des starken Rückgangs. Laut der Forschungsfirma Revelio Labs waren die Stellenausschreibungen für Berufseinsteiger in den USA in den vorangegangenen 18 Monaten um 35 % gefallen, und die Neueinstellungen im Tech-Bereich auf Einstiegsebene gingen allein im Jahr 2024 um 25 % zurück. Doch Unternehmen geben nun an, dass KI eine Nachfrage nach Arbeitskräften schafft, die automatisierte Systeme überwachen, Ergebnisse validieren und ganzheitlich über Prozesse nachdenken können, die Maschinen nicht vollständig bewältigen können.ibm+2
Auf dem EZB-Forum stellt Chatterji den neu veröffentlichten AI Jobs Transition Framework für die EU von OpenAI vor. Dieser erfasst mehr als 2.600 europäische Berufe und stellt fest, dass nur 14 % der EU-Beschäftigung ein relativ höheres kurzfristiges Automatisierungspotenzial aufweisen – weniger als in den Vereinigten Staaten. Etwa 12 % der europäischen Arbeitsplätze befinden sich in Berufen, die tatsächlich wachsen könnten, da KI die Kosten senkt und die Nachfrage nach Dienstleistungen erhöht.openai
Chatterji hat argumentiert, dass "KI-Exposition" – eine häufig zitierte Kennzahl, die misst, wie viele Aufgaben in einem Job theoretisch von KI erledigt werden könnten – kein zuverlässiger Indikator für Arbeitsplatzverluste ist. In einem früheren Auftritt bemerkte er: "Es gibt einen Unterschied zwischen dem, was unsere Modelle können, und der Art und Weise, wie Menschen sie nutzen, und das ist die größte Geschichte der KI im Jahr 2026."semafor+2
Das entstehende Bild ist weder einheitlich optimistisch noch pessimistisch. OpenAIs eigener US-Rahmen ergab, dass 18 % der Arbeitsplätze einem höheren kurzfristigen Automatisierungsrisiko ausgesetzt sind, während 24 % wahrscheinlich ihre Arbeitsabläufe um KI herum neu organisieren werden, ohne Arbeitskräfte zu entlassen. Eine Gallup-Umfrage im Februar ergab, dass die Hälfte der erwerbstätigen amerikanischen Erwachsenen KI mittlerweile mindestens einige Male pro Jahr nutzt, wobei 65 % derjenigen in KI-adoptierenden Organisationen von einer verbesserten Produktivität berichten.gallup+2
Die Frage, wie Chatterji und das OpenAI-Forschungsteam sie formulieren, ist nicht, ob KI Arbeitsplätze verändern wird, sondern wie – und ob Institutionen die Arbeitnehmer darauf vorbereiten können, bevor Schlagzeilen über Beschäftigungsstatistiken die Veränderungen im Nachhinein offenbaren.openai