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Moneycontrol+1CNBC+1Forbes+1Uber Technologies gab am Mittwoch bekannt, 10 % der Stellen im Kundenservice abzubauen. Das Unternehmen verknüpfte den Stellenabbau explizit mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz: ein seltenes Eingeständnis unter großen Technologiekonzernen, dass KI direkt Arbeitsplätze verdrängt.
Der Stellenabbau betrifft Ubers Community-Operations-Sparte, die für den Support von Fahrgästen und Fahrern zuständig ist. Ein Unternehmenssprecher erklärte in einer E-Mail-Stellungnahme, Uber arbeite daran, „die Abläufe zu vereinfachen, die Zusammenarbeit vor Ort zu stärken und weiterhin auf KI zu setzen“. Remote-Beschäftigte in der betroffenen Sparte wurden zudem aufgefordert, im Rahmen der Rückkehrrichtlinie des Unternehmens an festgelegte Bürostandorte zu wechseln.Moneycontrol+4
Die Ankündigung, über die zuerst Bloomberg berichtete, ist das erste Mal, dass Uber Entlassungen direkt auf Effizienzgewinne durch KI zurückführt. Viele Technologieunternehmen haben es bisher vermieden, explizite Verbindungen zwischen dem Einsatz von KI und Stellenstreichungen zu ziehen, und zogen es vor, den Abbau als organisatorische Umstrukturierung oder Neuausrichtung der Geschäftsprioritäten darzustellen.联合早报
Der Abbau im Kundenservice ist Ubers zweite Entlassungswelle in weniger als zwei Monaten. Anfang Juni strich das Unternehmen 23 % seiner Sparte „People and Places“, die Personalwesen, Rekrutierung und Arbeitskultur umfasst. Dies entsprach weniger als 1 % der rund 34.000 weltweiten Mitarbeiter. Diese Welle wurde von der neu ernannten Leiterin für Unternehmensangelegenheiten, Jill Hazelbaker, geleitet, die das Ziel als Aufbau einer „vernetzteren, moderneren und operational exzellenten Organisation“ beschrieb.CNBC+3
Bemerkenswert ist, dass Uber damals erklärte, die Streichungen im Juni stünden in keinem Zusammenhang mit KI. Der Wandel in der Kommunikation bei den Entlassungen dieser Woche deutet darauf hin, dass das Unternehmen nun eher bereit ist, die Rolle von KI bei der Neugestaltung des Personalbedarfs einzuräumen.Layoffhedge+1
CEO Dara Khosrowshahi deutete diese Richtung bereits Anfang des Jahres an, als er auf dem Leadership Institute des Wall Street Journal erklärte, Uber wende sich von starren, regelbasierten Kundenservicesystemen ab und befähige KI dazu, Ermessensentscheidungen mit „gesundem Menschenverstand“ zu treffen. Das Unternehmen hat massiv in KI-Tools investiert: so stark, dass es sein gesamtes KI-Budget für 2026 bereits bis April aufgebraucht hatte, was zu Nutzungsobergrenzen für Programmier-Tools wie Claude Code führte. Führungskräfte erklärten, dass KI bereits mindestens 10 % des Codes von Uber generiert.Yahoo+2
Die Entlassungen verdeutlichen ein Spannungsfeld in der gesamten Technologiebranche: Unternehmen geben aggressiv Geld für KI aus und nutzen sie gleichzeitig als Begründung für den Abbau der menschlichen Arbeitskräfte, die durch diese Tools eigentlich unterstützt werden sollten.