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1450 AM 99.7 FM WHTC | Holland+1economictimes+1Financial Times+1Die Ölpreise stiegen am Donnerstag auf den höchsten Stand seit über sechs Wochen, nachdem die USA die zwölfte Nacht in Folge Angriffe im Iran durchführten und Yemens Huthi-Rebellen Angriffe auf saudi-arabische Öltanker im Roten Meer für sich reklamierten. Dies schürte neue Sorgen vor anhaltenden Lieferunterbrechungen im Nahen Osten.
Die Futures für die Rohölsorte Brent stiegen um etwa 2 % auf fast 96 Dollar pro Barrel und erreichten damit ihren höchsten Stand seit dem 8. Juni, während die US-Sorte West Texas Intermediate laut der Economic Times um rund 1,7 % zulegte. Damit setzte sich die kräftige Erholung vom Mittwoch fort, die die Referenzpreise bereits um mehr als 3 % nach oben getrieben hatte.economictimes+1
Die Huthis erklärten am Donnerstag laut Reuters , sie hätten zwei saudi-arabische Öltanker im Rahmen einer selbsternannten Seeblockade gegen Saudi-Arabien getroffen. Damit droht neben den Störungen der Straße von Hormus durch den Iran ein zweiter Engpass für die weltweite Ölversorgung. Das US-Zentralkommando bestätigte, dass die amerikanischen Streitkräfte eine weitere Welle von Präzisionsschlägen gegen iranische Militärziele abgeschlossen haben, darunter Küstenüberwachungsstationen, Luftverteidigungssysteme und maritime Kapazitäten.U.S. Central Command+1
Der Konflikt hat sich seit Anfang Juli stetig zugespitzt, als Präsident Donald Trump ein Übergangsabkommen mit dem Iran für beendet erklärte. US-Streitkräfte haben seither in 12 aufeinanderfolgenden Nächten Dutzende iranischer Militärstützpunkte angegriffen, während der Iran Vergeltungsschläge gegen US-Verbündete in der Region verübte.CNN+2
Der Anstieg der Ölpreise löste Schockwellen an den globalen Finanzmärkten aus. Die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen erreichten am Mittwoch ein 17-Monats-Hoch, da Händler eine steigende Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen durch die Federal Reserve einpreisten. Die Termilmärkte zeigten eine Wahrscheinlichkeit von 32 % für eine Zinsanhebung bei der am 29. Juli endenden Notbanksitzung. Indiens Leitindex Sensex fiel am Donnerstag den vierten Handelstag in Folge und verlor bis zum Mittag mehr als 0,5 %.Mint+3
Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. warnte, dass Brent-Rohöl 120 Dollar pro Barrel erreichen könnte, falls die Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus anhalten und sich die Ölexporte aus dem Golf nicht normalisieren. Die Bank hatte Ende April ihre Brent-Prognose für das vierte Quartal unter Berufung auf sinkende Chancen für Friedensverhandlungen von 80 auf 90 Dollar angehoben.Financial Times+1
Händler von Fed-Funds-Futures preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von 90 % für eine Zinserhöhung bis Jahresende ein: eine deutliche Kehrtwende gegenüber den Erwartungen von Zinssenkungen, die vor Beginn des Konflikts Ende Februar herrschten. Die Break-even-Inflationsrate fünfjähriger inflationsgeschützter US-Staatsanleihen stieg auf 2,31 %, was darauf hindeutet, dass Anleger mit einer anhaltend hohen Inflation rechnen.Mint
Ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht. Der Iran hat seit dem Zusammenbruch der Waffenruhe keine substanziellen Verhandlungen mehr geführt, und die militärische Haltung der USA bleibt auf Eskalation ausgerichtet. CENTCOM erklärte, man handle auf Anweisung des Oberbefehlshabers, um den Iran für Angriffe auf die Handelsschifffahrt zur Rechenschaft zu ziehen.U.S. Central Command