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odailyx+1odaily+1Nvidia hat die Speicherspezifikationen seines Flaggschiff-KI-Beschleunigerchips Rubin Ultra weiter reduziert. Das geht aus einem Bericht des Halbleiter-Forschungsunternehmens SemiAnalysis hervor, der am Wochenende bekannt wurde. Die Änderungen spiegeln das Bestreben des Unternehmens wider, die stark steigenden Kosten für Speicher mit hoher Bandbreite (HBM) zu kontrollieren und den Mehrwert des Chips stärker auf die großflächige Vernetzung von GPUs zu verlagern.
Der Bericht von SemiAnalysis, der von Nvidia nicht offiziell bestätigt wurde, zeigt, dass der Rubin Ultra zwar die gleiche theoretische Spitzenrechenleistung von 35 Petaflops wie der Standard-Rubin-Chip beibehält, jedoch nur über 192 GB Speicher mit 8-facher HBM-Stapelung verfügt. Das ist weniger als die 288 GB des Standard-Rubin mit 12-facher Stapelung. Die Speicherbandbreite verbessert sich um lediglich 1 TB/s, während die Leistungsaufnahme leicht auf maximal 2.600 Watt steigt.odaily
Der entscheidende Kompromiss ist wirtschaftlicher Natur. Nach Berechnungen von SemiAnalysis sinkt der HBM-Anteil an den gesamten Materialkosten von knapp 40 % auf 28 %, während die Kosten pro Rack von rund 8 Millionen auf 6,4 Millionen US-Dollar fallen. Nvidia leitet Ressourcen in Vernetzungskapazitäten um: Die NVL576-Architektur ermöglicht es, dass bis zu 576 GPUs als eine einzige logische Rechendomäne agieren, was das Achtfache der 72-GPU-Skalierung der Standardkonfiguration darstellt.developer.nvidia+1
Dies ist bereits die zweite große Überarbeitung des Rubin Ultra seit seiner Ankündigung auf der GTC 2026 im März. Ende Juni enthüllte SemiAnalysis, dass Nvidia das ursprüngliche Design mit vier Dies aufgrund von Fertigungsproblemen zugunsten einer kleineren Konfiguration mit zwei Dies verworfen hatte.linkedin+1
Der Bericht löste am Montagmorgen einen Ausverkauf bei koreanischen Speicheraktien aus. SK Hynix und Samsung Electronics verloren beide rund 8 %, während der Kospi um etwa 5 % nachgab. Die Verluste verlängern eine turbulente Phase für Speicherhersteller, die diesen Sommer mehrfach von Verkaufswellen getroffen wurden, da breitere Fragen zur Nachhaltigkeit der HBM-Preise aufkamen.valueaddvc+2
Die HBM-Preise sind im vergangenen Jahr stark gestiegen. Einzelne HBM3-Module kletterten von ihrem Tiefstand im Mitte 2025 von 180 bis 220 US-Dollar auf zuletzt 700 bis 850 US-Dollar im Spotmarkt. Dieser Anstieg hat Speicher zur teuersten Einzelkomponente in KI-Beschleunigersystemen gemacht und Nvidia dazu veranlasst, die integrierte Kapazität pro Chip zu überdenken.odaily
Die Anpassungen der Spezifikationen deuten darauf hin, dass selbst Nvidia, der dominante Käufer von HBM für KI-Infrastruktur, an die Grenzen dessen stößt, was das Unternehmen für Speicherkapazität zu zahlen bereit ist. Sollte sich dieser Schritt bestätigen, könnte er die Preismacht einschränken, die Speicherhersteller während des KI-Booms genossen haben, und womöglich einen Wendepunkt im HBM-Markt markieren.
Nvidia hat sich zu den Ergebnissen von SemiAnalysis nicht öffentlich geäußert. Der Rubin Ultra befindet sich weiterhin auf Kurs für einen Marktstart in der zweiten Hälfte des Jahres 2027.gurufocus+1