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cidrap.umn+1politycidrap.umn+1Steigende Temperaturen verändern die geografische Verbreitung von Malaria in Afrika. Die durch Mücken übertragene Krankheit breitet sich in kühlere Hochlandregionen aus, während die Übertragungsraten in einigen der heißesten Zonen des Kontinents möglicherweise sinken, so eine am Dienstag in Nature veröffentlichte Studie.
Die Forschung prognostiziert, dass die Malariafälle bis 2050 im ostafrikanischen Hochland – einschließlich Teilen von Kenia und Äthiopien – sowie in Angola, Sambia und im Osten Südafrikas um etwa 5 % zunehmen könnten, da wärmere Temperaturen den Lebensraum der Malaria-Mücken in höhere Lagen ausdehnen. In den Küstenregionen des südlichen Afrikas könnten die Fälle um bis zu 20 % steigen.cidrap.umn+2
Sowohl der Malaria-Parasit als auch die Mücken, die ihn übertragen, reagieren äußerst empfindlich auf Temperaturen, was die Krankheit besonders anfällig für den Klimawandel macht. Die Studie, die auf mehr als 50 000 Erhebungen zu Malaria-Infektionsraten in Subsahara-Afrika zwischen 1900 und 2016 basiert, modellierte, wie Temperatur und extreme Niederschläge die Krankheitsprävalenz beeinflussen, während Faktoren wie Saisonalität und Interventionsmaßnahmen berücksichtigt wurden.cidrap.umn
In West- und Zentralafrika, wo die derzeitige Malaria-Belastung am höchsten ist, zeichnet sich ein gegenteiliger Trend ab. Die Übertragungsraten werden voraussichtlich um etwa 5 % in Ländern wie Nigeria, Burkina Faso und Mali sinken, da die Temperaturen dort auf ein Niveau steigen, das das Überleben der Mücken erschwert. In Teilen der Sahelzone könnten die Bedingungen für Mücken sogar gänzlich unbewohnbar werden, was die Krankheit in diesen Gebieten potenziell ausrotten könnte.polity
Die Forscher – von der Yale University, der University of California, Berkeley, und der University of Cape Town – warnten, dass die Auswirkungen des Klimas auf Malaria weitaus geringer bleiben als die Reduzierungen, die durch medizinische Versorgung, Moskitonetze, Vektorkontrolle und wirtschaftliche Entwicklung erreicht werden. "Die Ausrottung der Malaria innerhalb der nächsten Generation bleibt plausibel, selbst angesichts des Klimawandels", schrieben die Autoren.cidrap.umn
Dennoch erfordert die sich verschiebende Belastung Vorbereitungen. "Südafrika und seine globalen Gesundheitspartner müssen jetzt lokale Malaria-Kontroll- und Gesundheitssysteme auf dieses wachsende Risiko vorbereiten", sagte Christopher Trisos, Direktor des Climate Risk Lab an der University of Cape Town und Mitautor der Studie.polity
Die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2 Grad Celsius würde etwa fünf zusätzliche Malariafälle pro 1 000 Kinder im südlichen Afrika verhindern, mit noch größeren Vorteilen im ostafrikanischen Hochland. Malaria forderte 2024 in Afrika schätzungsweise 579 000 Todesopfer, etwa drei Viertel davon waren Kinder unter fünf Jahren, so die Weltgesundheitsorganisation.polity
Die Forscher betonten, dass Emissionsreduzierungen mit einer stärkeren Malaria-Überwachung einhergehen müssen, insbesondere im südlichen und östlichen Afrika, wo weniger institutionelle Erfahrung im Umgang mit der Krankheit vorhanden ist.polity