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reuterswmbdradioaolDer chinesische E-Commerce-Riese JD.com hat der Europäischen Union Abhilfemaßnahmen angeboten, um regulatorische Bedenken bezüglich seines 2,5 Milliarden Dollar schweren Gebots für den deutschen Elektronikhändler Ceconomy auszuräumen. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Meldung der EU-Regulierungsbehörde hervor.reuters
In der Meldung wurde nicht präzisiert, welche Maßnahmen JD.com vorgeschlagen hat. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines wachsenden Drucks europäischer Regulierungsbehörden auf das Unternehmen sowie eskalierender geopolitischer Spannungen zwischen Peking und Brüssel wegen des Deals.
Die Europäische Kommission hatte im Mai eine eingehende Untersuchung der Übernahme auf Grundlage der Verordnung über drittstaatliche Subventionen eingeleitet, die gegen unfaire staatliche Beihilfen aus Nicht-EU-Ländern vorgeht. Die Kommission äußerte die Befürchtung, dass JD.com ausländische Subventionen erhalten haben könnte, die den Binnenmarkt der Union verzerren. Im vergangenen Monat wurde JD.com eine formelle Mitteilung über regulatorische Bedenken bezüglich des Gebots zugestellt.wmbdradio+1
Die Verordnung über drittstaatliche Subventionen, die 2023 in Kraft getreten ist, gibt Brüssel die Befugnis, Transaktionen zu untersuchen und zu blockieren, an denen Unternehmen beteiligt sind, die von staatlicher Unterstützung außerhalb der EU profitieren. Der Fall rund um JD.com und Ceconomy stellt eine der bisher prominentesten Anwendungen dieser Verordnung dar.
Die Untersuchung hat in Peking scharfe Reaktionen ausgelöst. China erklärte am Mittwoch, die Untersuchung der EU stelle eine „unzulässige extraterritoriale Gerichtsbarkeit“ dar, und wies Unternehmen an, die Ermittlungen weder umzusetzen noch zu unterstützen.aol+1
Die diplomatischen Reibungen unterstreichen die tiefer liegenden Spannungen zwischen China und die EU in der Handels- und Investitionspolitik. Die Entscheidung von JD.com, Abhilfemaßnahmen anzubieten, deutet darauf hin, dass das Unternehmen eine Verhandlungslösung anstrebt, anstatt eine vollständige Blockade der Transaktion zu riskieren, auch wenn die eigene Regierung die Legitimität der EU-Regulierungsbehörde offen infrage stellt.