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lse+2news.futunninvestingliveDie Renditen europäischer Staatsanleihen stiegen am Freitag, dem 14. August, stark an. Die Rendite der 30-jährigen deutschen Bundesanleihe kletterte auf rund 3,72 Prozent, den höchsten Stand seit 2011, während die Rendite der 10-jährigen französischen Anleihe erstmals seit 2009 die 4-Prozent-Marke durchbrach, da der anhaltende Konflikt zwischen den USA und dem Iran um die Straße von Hormus die Märkte weiter verunsicherte.lse+1
Der Ausverkauf bei europäischen Anleihen erfolgte an einem Tag, an dem die Vereinigten Arabischen Emirate den Iran beschuldigten, Drohnen auf zwei Tanker abgefeuert zu haben, die von der staatlichen Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) betrieben wurden, als diese die Meerenge passierten. Die VAE bezeichneten diese Eskalation als Piraterie. Die USA erklärten am Donnerstag, sie könnten ihre Seeblockade gegen den Iran auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten, während Teheran sich weigert, die Wasserstraße wieder zu öffnen, bis Washington die Wirtschaftssanktionen aufhebt und eingefrorene iranische Vermögenswerte freigibt.apnews+2
Der Renditeanstieg spiegelt mehr als nur geopolitische Spannungen wider. Die Rendite der 10-jährigen deutschen Benchmark stieg um 5 Basispunkte auf 3,19 Prozent, ein Plus von 6 Basispunkten in der Woche, während die Rendite der 10-jährigen französischen Anleihe im Tagesverlauf um etwa 10 Basispunkte auf rund 4,04 Prozent sprang. Analysten verwiesen auf die steigenden Staatsausgaben in den großen europäischen Volkswirtschaften. Deutschland plant, im Jahr 2026 etwa 82 Milliarden Euro an 10-jährigen Bundesanleihen auszugeben, um erweiterte Verteidigungs- und Infrastrukturprogramme zu finanzieren, während Frankreichs anhaltende Defizite weiterhin die Stimmung der Anleger belasten.news.futunn+2
Der sich ausweitende Renditeabstand zwischen französischen und deutschen Anleihen signalisiert, dass Anleger eine höhere Risikoprämie für den fiskalischen Kurs Frankreichs verlangen. Europäische Aktien spürten den Druck: Der französische CAC 40 fiel um 0,16 Prozent, der britische FTSE 100 sank um 0,21 Prozent und der italienische FTSE MIB gab um 0,20 Prozent nach, obwohl der deutsche DAX mit einem Gewinn von 0,51 Prozent gegen den Trend lief.investinglive+1
Händler an den Geldmärkten preisten für dieses Jahr weitere Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank von etwa 40 Basispunkten ein, ein Anstieg um etwa 2 Basispunkte gegenüber Wochenbeginn. Nordea prognostiziert drei vierteljährliche Anhebungen um 25 Basispunkte im September, Dezember und März 2027, was den Einlagensatz von 2,25 Prozent auf 3 Prozent anheben würde.corporate.nordea+2
Wir sehen mehr Chancen, dass Zinserhöhungen ausgepreist werden und die Bund-Renditen das untere Ende ihrer Spanne testen, sagte Christoph Rieger, Leiter der Zinsabteilung bei der Commerzbank, und verwies auf gedämpfte US-Inflationsdaten, die die Erwartungen abkühlen könnten. Die US-Einzelhandelsumsätze fielen am Freitag um 0,6 Prozent und lagen damit deutlich unter dem erwarteten Anstieg von 0,1 Prozent, während der Index der Verbraucherstimmung der University of Michigan auf 51,0 fiel. Diese Daten belasteten den Dollar, konnten aber den Anstieg der längerfristigen Renditen auf beiden Seiten des Atlantiks nicht stoppen.lse+1