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bloomberg+1reutersreutersChinas Rohölimporte fielen im August im Jahresvergleich um 23,4 Prozent auf 37,93 Millionen Tonnen, wie am Dienstag veröffentlichte Zollstatistiken zeigen. Damit bekommt der weltweit größte Ölkäufer weiterhin die schwersten Auswirkungen der Versorgungsstörungen durch den anhaltenden Konflikt um die Straße von Hormus zu spüren.bloomberg+1
Die Zahlen stellen eine Verbesserung gegenüber den Tiefstständen des zweiten Quartals dar, als die Importe auf den schwächsten Stand seit 2016 fielen, bleiben aber weit unter den Werten vor dem Konflikt. Die Ankünfte auf dem Seeweg erreichten im August 7,14 Millionen Barrel pro Tag, ein Anstieg gegenüber 6,93 Millionen Barrel pro Tag im Juli, liegen aber immer noch 4,27 Millionen Barrel pro Tag unter dem Durchschnitt von 11,41 Millionen Barrel pro Tag in den drei Monaten vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar, so Kpler-Daten laut Reuters.reuters+1
Vitol-CEO Russell Hardy bezeichnete auf der Energiekonferenz APPEC in Singapur die Lücke von 5 bis 6 Millionen Barrel pro Tag zwischen Chinas Rohölimporten für 2025 und 2026 als unhaltbar und signalisierte, dass die chinesischen Käufe zunehmen müssten. Hardy merkte an, dass die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2026 voraussichtlich um 1,5 Millionen Barrel pro Tag gegenüber 2025 sinken werde, sagte aber, dass die Produktvorräte weltweit weiter abnähmen, ein Zeichen dafür, dass der Verbrauch an raffinierten Kraftstoffen weiterhin das Angebot übersteige.investinglive+1
Die Warnung wiegt schwer angesichts der Position von Vitol als weltweit größtem unabhängigen Ölhandelsunternehmen mit direktem Einblick in die physischen Warenströme. Bloomberg berichtete am Dienstag, dass chinesische Importeure im August 6,2 Prozent mehr Rohöl verschifften als im Juli, wobei die Ladungen aus dem Persischen Golf leicht zunahmen und die Raffinerien ihre Käufe aus alternativen Quellen erhöhten.bloomberg
Chinesische Raffinerien haben sich zunehmend Russland zugewandt, um das knappe Angebot aus dem Nahen Osten auszugleichen. Die Importe auf dem Seeweg aus Russland erreichten im August 1,68 Millionen Barrel pro Tag, der höchste Stand seit März und ein Anstieg gegenüber 1,40 Millionen Barrel pro Tag im Juli, so Kpler-Daten. China erhält zudem etwa 1 Million Barrel pro Tag über Pipelines aus Russland.bairdmaritime+1
Dieser Wechsel hat China in direkten Wettbewerb mit Indien gebracht, dessen Raffinerien ebenfalls Fässer aus dem Nahen Osten durch russisches Rohöl ersetzt haben. Unterdessen verlieren kleinere unabhängige chinesische Raffinerien den Zugang zu iranischem Rohöl, da eine US-Marineblockade neue Lieferungen aus dem Golf verhindert.reuters+1
Die Exporte von leichten und mittelschweren Destillaten stiegen im August auf 963.000 Barrel pro Tag von 774.000 Barrel pro Tag im Juli. Dies entspricht fast dem Anstieg der Rohölimporte und unterstreicht den Anreiz, der durch die hohen asiatischen Raffineriemargen für Diesel und Benzin geschaffen wurde. Brent-Rohöl-Futures, die vom Beginn des Konflikts bis zum 30. April um 75 Prozent auf ein Vierjahreshoch von 126,41 Dollar pro Barrel gestiegen waren, haben sich zwar abgeschwächt, liegen aber weiterhin auf einem Niveau, das viele chinesische Raffinerien als unangenehm empfinden.bairdmaritime+1
Die US-Energieinformationsbehörde EIA stellte fest, dass Chinas Importe im zweiten Quartal durchschnittlich nur 8,1 Millionen Barrel pro Tag betrugen, ein Rückgang von 32 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Ob China wieder groß angelegte Käufe tätigt oder weiterhin strategische und kommerzielle Reserven abbaut, bleibt die zentrale Frage für die globalen Rohölmärkte in den letzten Monaten des Jahres.eia