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english.www+1internationalfinance+1fxstreetChina öffnet seinen 10,9 Billionen Yuan (1,6 Billionen Dollar) schweren Wohnungsbaufonds für eine breitere Palette an Verwendungszwecken. Dies ist Pekings erste konkrete politische Reaktion, nachdem Wirtschaftsdaten für Juli eine Vertiefung der Abschwächung bei Konsum, Investitionen und Industrieproduktion offenbarten.
Premierminister Li Qiang unterzeichnete am 18. August ein Dekret des Staatsrats zur Überarbeitung der Vorschriften für den Wohnungsbaufonds, wobei die Änderungen am 20. September in Kraft treten. Nach den neuen Regeln können Bewohner Ersparnisse für Hausrenovierungen und Immobilienverwaltungsgebühren abheben, Zwecke, die bisher nicht zulässig waren. Die Regierung streicht zudem die Anforderung, dass die Miete einen bestimmten Anteil des Haushaltseinkommens übersteigen muss, bevor Fondsgelder für Mietzahlungen verwendet werden können.businesstimes+1
Die Investitionskanäle des Fonds werden ebenfalls erweitert, wobei Verwaltungszentren nun erstmals Anleihen von Politikbanken erwerben dürfen. Zudem erhält der Staatsrat die alleinige Befugnis zur Festlegung der Kreditzinsen für Hypotheken aus dem Fonds, eine Macht, die zuvor mit der Zentralbank geteilt wurde. Analysten von China Index Holdings bezeichneten den Schritt als "leicht positiv" für den Immobilienmarkt und merkten an, dass er "den Weg für flexiblere Zinsanpassungen ebnet".businesstimes
Das System, das vor etwa drei Jahrzehnten aus Singapur übernommen wurde, zieht Pflichtbeiträge von fast 180 Millionen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ein. Gig-Worker und Selbstständige können nun ebenfalls freiwillige Beiträge leisten.english.www+1
Der politische Kurswechsel folgt auf Julizahlen, die zeigten, dass Chinas Wirtschaft an fast allen Fronten an Schwung verliert. Der Einzelhandelsumsatz wuchs im Jahresvergleich nur um 0,6 Prozent, ein Rückgang gegenüber 1 Prozent im Juni und deutlich unter den von Ökonomen prognostizierten 1,5 Prozent. Die Anlageinvestitionen gingen in den ersten sieben Monaten des Jahres um 6,7 Prozent zurück, wobei die Immobilieninvestitionen um 19,2 Prozent sanken. Das Wachstum der Industrieproduktion verlangsamte sich von 5,3 Prozent im Juni auf 4,5 Prozent.internationalfinance+1
Die städtische Arbeitslosenquote stieg im Juli auf 5,2 Prozent gegenüber 5 Prozent im Vormonat. Die Preise für neue Häuser fielen im Monatsvergleich um 0,1 Prozent und im Jahresvergleich um 3,2 Prozent, wobei nur 17 von 70 untersuchten Städten monatliche Zuwächse verzeichneten.internationalfinance
Das BIP-Wachstum im zweiten Quartal verlangsamte sich auf 4,3 Prozent und lag damit unter Pekings Zielbereich von 4,5 bis 5 Prozent für das Gesamtjahr. Analysten der Commerzbank merkten an, dass Premierminister Lis Aufruf an die Beamten, "umgehend praktische und effektive Zusatzmaßnahmen zu formulieren", das "bisher ranghöchste Eingeständnis darstellt, dass die umfassenden wirtschaftlichen Defizite vom Juli eine direkte Reaktion erfordern".fxstreet+2
Da neue Bankkredite im Juli den stärksten monatlichen Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichneten und die Kreditaufnahme der Haushalte schrumpft, könnte die Überarbeitung des Wohnungsbaufonds nur der Anfang eines breiteren politischen Vorstoßes sein. Ökonomen erwarten eine fiskalische Beschleunigung durch schnellere Anleiheemissionen und vorgezogene Infrastrukturausgaben in den kommenden Monaten.internationalfinance+1