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bloomberg+1bloomberg+1news.futunnDie historische gemeinsame Währungsintervention der USA und Japans, die Ende Juli die Devisenmärkte erschütterte, verliert bereits an Wirkung. Weniger als zwei Wochen nachdem die Behörden geschätzte 87 Milliarden Dollar zur Verteidigung des Yen eingesetzt haben, hat die Währung die Hälfte ihrer Gewinne wieder abgegeben und driftet zurück in Richtung 160 pro Dollar, wobei Carry-Trader jede offizielle Verteidigung als neue Gelegenheit zum Verkauf betrachten.
Daten der Commodity Futures Trading Commission vom Freitag zeigten, dass die Short-Wetten der gehebelten Fonds auf den Yen in der Woche bis zum 11. August um 6,5 % auf 59 526 Kontrakte zurückgingen. Das bedeutet, dass die Fonds ihre bärische Positionierung seit der koordinierten Intervention um die Monatsmitte mehr als halbiert haben. Doch der Rückgang hat sich nicht in eine dauerhafte Stärke des Yen übersetzt. USD/JPY notierte am Donnerstag nahe 159,50 und damit fast genau in der Mitte zwischen dem Höchststand von knapp unter 164 vor der Intervention und dem Tiefstand von über 155 danach.bloomberg+1
Die Strategin Karen Reichgut Fishman von Goldman Sachs schrieb in einem Bericht, dass "Yen-Carry-Positionen reduziert wurden, aber noch lange nicht vorbei sind." Daten von State Street zeigen, dass institutionelle Anleger weiterhin Yen gegen einen Korb von G10-Währungen verkaufen, wobei der australische Dollar, der Euro und der US-Dollar das größte Interesse auf sich ziehen.news.futunn
Das Muster, das politische Entscheidungsträger beunruhigt, ist klar: Offizielle Käufe drücken die Shorts, der Yen steigt kurzzeitig, und Trader steigen zu besseren Niveaus wieder ein. Ashwin Binwani, Gründer von Alpha Binwani Capital, sagte, er habe nach der Intervention USD/JPY nahe 157 gekauft. "Die Intervention bietet eine hervorragende Gelegenheit, den Yen zu höheren Preisen zu verkaufen", sagte er. "Der Carry-Trade ist zu verlockend, um ihn zu verpassen."news.futunn
Schätzungen zufolge gab Tokio am 31. Juli etwa 34 Milliarden Dollar aus und am Vortag zusammen mit dem US-Finanzministerium geschätzte 53 Milliarden Dollar – was die größte eintägige Intervention aller Zeiten wäre, falls dies bestätigt wird. Die zweite Etappe markierte die erste gemeinsame Yen-Kaufoperation mit Washington seit 1998. Dennoch ist der Yen auf dem besten Weg zu seiner schlechtesten Wochenperformance gegenüber dem Dollar seit Mitte Mai.nai500+1
Der fundamentale Treiber bleibt Japans Leitzins von 1 % gegenüber den meisten anderen Industrienationen, was eine Renditedifferenz hinterlässt, die breit genug ist, um Trader für das Interventionsrisiko zu entschädigen. Mit einer Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen von nahe 4,69 % und japanischen Staatsanleihen von rund 2,85 % spricht die Lücke von etwa 184 Basispunkten weiterhin für Yen-finanzierte Geschäfte.nai500
Der nächste Fokuspunkt ist die Sitzung der Bank of Japan im September. Bloomberg berichtete, dass die Regierung von Premierministerin Sanae Takaichi eine baldige Zinserhöhung unterstützt, möglicherweise im September oder Oktober. Yuxuan Tang, Leiter der Asien-Zins- und Devisenstrategie bei der JPMorgan Private Bank, warnte: "Wenn wir keine deutliche Trendwende bei den US-Dollar- und US-Staatsanleiherenditen sehen, könnten Carry-Trader das Währungspaar dazu drängen, die 162 erneut zu testen."news.futunn
Wie George Evstathopoulos, Portfoliomanager bei Fidelity International, es ausdrückte: "Solange die Bank of Japan hinter der Kurve bleibt, werden Yen-finanzierte Carry-Trades weiterhin florieren."news.futunn