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theblock+1crypto+1cryptonews+1Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat festgestellt, dass dollarbesicherte Stablecoins in mehr als 130 Volkswirtschaften Kapitalverkehrskontrollen umgehen. Dies führt zu einer von ihr als neue Form der „digitalen Dollarisierung“ beschriebenen Entwicklung, die die geldpolitische Souveränität in Schwellenländern direkt herausfordert.
In einem diese Woche veröffentlichten Arbeitspapier analysierten BIZ-Forscher Fremdwährungseinlagen und Zuflüsse von an den Dollar gekoppelten Stablecoins. Sie stellten fest, dass zwar beide in Phasen makroökonomischen Stresses tendenziell zunehmen, die Stablecoin-Ströme jedoch im Gegensatz zu traditionellen Bankeinlagen kaum auf Kapitalverkehrskontrollen oder Devisenbeschränkungen reagierten. Die Autoren erklärten, dies liege wahrscheinlich daran, dass „Stablecoins teilweise außerhalb des regulatorischen Rahmens zirkulieren“.theblock+2
Die Studie warnt davor, dass an den Dollar gekoppelte Token die geldpolitische Souveränität schwächen könnten, indem sie es Haushalten und Unternehmen ermöglichen, außerhalb des regulierten Bankensystems in US-Dollar auszuweichen. Das Risiko ist in Schwellen- und Entwicklungsländern am größten, in denen Inflation, Währungsabwertung oder ein eingeschränkter Zugang zu Devisen Dollar-Anlagen attraktiv machen. In Nigeria und Teilen Lateinamerikas zeigt sich bereits eine zunehmende Nutzung von Stablecoins für Rücküberweisungen, Handelsabwicklungen und grenzüberschreitende Zahlungen.cryptonews+1
Das Papier baut auf monatelangen, immer dringlicher werdenden Botschaften der BIZ auf. Im April forderte BIZ-Generaldirektor Pablo Hernández de Cos in einer Rede in Tokio eine globale regulatorische Zusammenarbeit bei Stablecoins und warnte, dass ohne koordinierte Regeln „inkonsistente Regulierungsumfelder“ zu einer Marktfragmentierung oder schädlicher Regulierungsarbitrage führen könnten. In ihrem Ende Juni veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht argumentierte die BIZ, dass Stablecoins als Geld „unzureichend“ seien, da ihnen grundlegende Eigenschaften wie Einheitlichkeit, Elastizität und Interoperabilität fehlen.theblock+2
Die BIZ erklärte, ihre Ergebnisse deuteten darauf hin, dass politische Entscheidungsträger neue Instrumente zur Sicherung der Finanzstabilität benötigen, da Stablecoins immer breitere Anwendung finden. Sie argumentiert, dass Regulierungen, die für das traditionelle Bankenwesen und Fremdwährungseinlagen konzipiert wurden, in einem tokenisierten Finanzsystem unzureichend sein könnten. Die Institution verwies auf eine strengere Aufsicht über Stablecoin-Emittenten und die Entwicklung digitaler Zentralbankwährungen als mögliche Antworten und plädierte dafür, „die technologischen Fortschritte der Tokenisierung in das zweistufige System“ aus Zentralbanken und Geschäftsbanken zu integrieren.bis+2
Der Stablecoin-Markt hat derzeit eine Kapitalisierung von über 300 Milliarden Dollar, wovon fast alles auf US-Dollar lautet. Während Rechtsordnungen von den USA über die Europäische Union und das Vereinigte Königreich darauf hinarbeiten, die Regulierung von Stablecoins im Jahr 2026 zu formalisieren, unterstreicht die BIZ-Studie eine wachsende Kluft zwischen der Geschwindigkeit der Akzeptanz und der Reichweite bestehender Aufsichtsstrukturen.bvnk+1