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finance.biggofinance.yahoobanking.senate+1Die Vereinigten Staaten und Japan haben nach ihrer ersten koordinierten Devisenmarktintervention seit 1998 eine von Analysten als informelle „Währungsallianz“ bezeichnete Partnerschaft geschmiedet. Dies markiert einen Wandel in der Art und Weise, wie die beiden größten Industrienationen der Welt mit Wechselkursdruck umgehen.
Das Rahmenwerk verfestigte sich Ende Juli, als Japan rund 8,45 Billionen Yen für Stützungskäufe aufwandte und sich das US-Finanzministerium über seinen Exchange Stabilization Fund anschloss. US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte die gemeinsame Aktion am 3. August und erklärte, die Intervention habe „ungeordneten Yen-Bewegungen entgegengewirkt“ und die USA würden „nicht zögern, sich an weiteren gemeinsamen Interventionen zu beteiligen“. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama sagte, die Maßnahme habe sich gegen „übermäßige Volatilität und ungeordnete Bewegungen“ gerichtet, nachdem der Yen auf ein 40-Jahres-Tief von nahezu 163,73 pro Dollar gefallen war.cnbc+3
Strategen von Citi Citigroup Inc. beschrieben die Vereinbarung als informelle „Währungsallianz“, die die Devisenpolitik mit den breiteren wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Beziehungen der Länder verknüpft. Japans Vizefinanzminister für internationale Angelegenheiten, Atsushi Mimura, nannte die Intervention den „Höhepunkt“ dieser Allianz. Citi merkte an, dass das Abkommen nicht als Währungsunion gesehen werden sollte, sondern als politische Koordinierung, die auch Japans US-Investitionsprogramm im Umfang von 550 Milliarden Dollar unterstützen könnte.reuters+1
Die Intervention spiegelte Bessents persönliche Überzeugung wider, die er aus seiner Hedgefonds-Karriere während der Asienkrise 1997 zog, dass die Schwäche des Yen systemische Risiken für andere asiatische Währungen berge. Eine ungewöhnliche Besonderheit war, dass die USA Euro verkauften, um Yen zu kaufen: ein Schritt, den Citi so interpretierte, dass das Finanzministerium von einem teuren Euro in einen unterbewerteten Yen umschichtete.fortune+2
Strategen von Nomura warnten jedoch am 22. August, dass der sogenannte „Bessent-Put“, die Annahme des Marktes, dass US-Interventionen den Yen stützen werden, zu scheitern droht. Sie mahnten, dass ein politischer Fehltritt mit anschließenden Kapitalabflüssen Japan in die Gefahr bringen könnte, die Asienkrise von 1997 zu wiederholen. Senatorin Elizabeth Warren befragte Bessent unterdessen zur Verwendung von Steuergeldern und wies darauf hin, dass „letztlich die amerikanischen Steuerzahler die Verluste tragen müssten“, sollte die Intervention fehlschlagen.banking.senate+1
Die Bank of America revidierte ihre Jahresendprognose für den Yen auf 149 Yen pro Dollar, was einer Aufwertung von etwa 6 % gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht. Gestützt wird dies durch die Aussicht auf weitere gemeinsame Aktionen und eine mögliche Zinserhöhung der Bank of Japan. Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. bezeichnete die Aktion als die größte Devisenmarktintervention seit 15 Jahren.japantimes+1
Die Beständigkeit der Allianz wird davon abhängen, ob fundamentale Kräfte, etwa die Zinsdifferenz zwischen der Federal Reserve und der Bank of Japan, den Yen weiter nach unten ziehen. Dies wird auf die Probe stellen, ob koordinierte Signale der Politik die Konvergenz in der Geldpolitik ersetzen können.