Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

xtb+1 - Die Lagerbestände fielen seit Ende Mai um fast 48 % auf rund 205.000 Tonnen, wovon knapp die Hälfte bereits von Händlern wie Mercuria, Trafigura und Vitol zur Auslieferung vorgemerkt ist.facebook+1 - Erwartungen neuer US-Zölle auf raffiniertes Kupfer ziehen Metall in US-Lagerhäuser, was das Angebot in Asien und Europa verknappt und die Marktverwerfungen anheizt.xtb+1Die Kupferpreise sind zu Beginn der Woche kräftig gestiegen, da ein sich verschärfender physischer Lieferengpass an der London Metal Exchange das Metall nahe an seine Allzeithochs trieb. Die Aufschläge für Kassaware gegenüber Terminkontrakten erreichten Niveaus, die seit den historischen Marktverwerfungen von 2021 nicht mehr verzeichnet wurden. ## Sich verschärfende Backwardation Der Spread zwischen Kassa- und Dreimonatskontrakten an der LME weitete sich laut einer am Montag veröffentlichten XTB-Analyse auf bis zu 543,50 US-Dollar pro Tonne aus. Der Spread zwischen August und September erreichte laut Bloomberg 370 US-Dollar, die größte Ein-Monats-Lücke seit 2021. Die extreme Backwardation signalisiert, dass Käufer bereit sind, hohe Aufschläge für sofort lieferbares Metall zu zahlen, ein typisches Zeichen für physische Knappheit.xtb+1 Die LME-Lagerbestände sind an 42 Handelstagen in Folge gesunken, die längste Serie seit 2014, und fielen auf etwa 205.000 Tonnen. Fast die Hälfte dieser verbleibenden Bestände wurde bereits zur Auslieferung vorgemerkt. Der Rückgang wurde teilweise dadurch getrieben, dass große Handelshäuser wie Mercuria, Trafigura und Vitol Kupfer aus LME-registrierten Lagern abzogen.facebook+1 ## US-Zollerwartungen verzerren globale Warenströme Der Engpass spiegelt keinen globalen Kupfermangel wider, sondern ein geografisches Ungleichgewicht. Erwartungen, dass die Trump-Administration weitere Zölle auf Importe von raffiniertem Kupfer erheben könnte, haben einen Arbitrage-Anreiz geschaffen. Dies zieht Metall in US-Comex-Lagerhäuser und entzieht LME-Standorten in Asien und Europa das Angebot. Die US-Preise lagen zeitweise mehr als 1.000 US-Dollar pro Tonne über London, was Händler belohnt, die Frachten über den Atlantik umleiten.xtb+1 Gleichzeitig haben chinesische Schmelzen ihre Produktion aufgrund verschlechterter Erzqualität und eines Schrottmangels gedrosselt, der durch strengere Rechnungsprüfungen im Recyclingsektor verursacht wurde, was das verfügbare raffinierte Angebot in Asien weiter belastet.xtb ## Ausblick Kupfer markierte Ende Januar mit über 14.500 US-Dollar pro Tonne ein Allzeithoch, und die Dreimonats-Futures an der LME haben in diesem Jahr um rund 15 % zugelegt. Da Halter von Short-Positionen unter anhaltendem Druck stehen, Kontrakte zu steigenden Preisen zurückzukaufen, warnen Analysten, dass das Metall diesen Rekord wieder erreichen oder übertreffen könnte. Die LME führte letzte Woche Notfallmaßnahmen zur Kreditvergabe ein, um die Rallye einzudämmen, doch Marktteilnehmer erklären, dass der Engpass eher systemischer Natur ist als von einer einzelnen dominanten Position getrieben. Bis aus Washington Klarheit bezüglich der Zölle vorliegt, dürfte der Wettbewerb um sofort lieferbares Kupfer intensiv bleiben.mining+4