Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

tradingeconomics+1reuters+1thestandard+1Der japanische Yen fiel am Donnerstag auf den schwächsten Stand seit Ende 1986, wobei USD/JPY laut Wechselkursdaten bis auf 163,96 kletterte, da eine wachsende Zinskluft zwischen den Vereinigten Staaten und Japan sowie geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Währung weiter nach unten drückten.tradingeconomics+2
Der Sturz des Yens über die Marke von 163 pro Dollar verlängert eine schmerzhafte Talfahrt, bei der die Währung allein im letzten Monat um mehr als 1,2 % an Wert verloren hat. Die Bewegung wird durch die Diskrepanz zwischen den US-amerikanischen und japanischen Zinssätzen angetrieben. Während die Federal Reserve die Zinsen angesichts des Inflationsdrucks aus dem anhaltenden Konflikt mit Iran hoch gehalten hat, erhöhte die Bank of Japan ihren Zinssatz im Juni auf 1,0 %. Damit verbleibt eine Spanne von etwa 250 bis 275 Basispunkten zugunsten von auf US-Dollar lautenden Vermögenswerten.investing+1
Steigende Ölpreise im Zusammenhang mit US-Militärangriffen auf Iran haben die Nachfrage nach dem Dollar als sicheren Hafen weiter gestärkt, so Reuters, das berichtete, der Greenback habe auf breiter Front zugelegt, da "US-Streitkräfte eine elfte Nacht in Folge Angriffe auf den Iran begannen". CNN berichtete, der Energieschock aus dem Konflikt sei "der letzte Katalysator für einen schwächeren Yen" gewesen, unter Berufung auf Lee Hardman, leitender Devisenökonom bei MUFG.cnn+1
Finanzministerin Satsuki Katayama hat wiederholt gewarnt, dass Tokio bereit stehe, einzugreifen. Im April erklärte sie, "der Zeitpunkt für solch entschlossenes Handeln rückt näher", und bekräftigte seither, Japan werde "jederzeit angemessen auf Marktbewegungen reagieren". Die Märkte haben diese Rhetorik weitgehend ignoriert. Der Yen gab nach dem Durchbruch der 163er-Marke am Dienstag weiter nach, ohne dass offizielle Schritte folgten.thestandard+4
Japan gab 2024 die Rekordsumme von 11,7 Billionen Yen (72 Milliarden Dollar) für Interventionen am Devisenmarkt aus und verkaufte im Frühjahr 2025 weitere rund 70 Milliarden Dollar, doch beide Bemühungen konnten den Verfall nicht aufhalten. Die Japan Times berichtete am Mittwoch, die "Drohung einer Intervention sei besonders ausgeprägt" gewesen, nachdem die Marke von 163 durchbrochen wurde, wenngleich keine Taten folgten.japantimes+2
Die Märkte warten nun auf zwei Zinsentscheide, die den Kurs neu bestimmen könnten: die Entscheidung der Federal Reserve am 30. Juli und das Treffen der Bank of Japan am 31. Juli. Eine Zinserhöhung der BoJ, die von Märkten auf Polymarket für das Julitreffen auf mindestens 1,0 % eingepreist wurde, fand zwar im Juni statt, doch es gibt weiterhin Spekulationen, dass Währungshüter eine weitere Straffung zur Verteidigung der Währung signalisieren könnten. Bei der Fed haben Händler ihre Erwartungen für Zinserhöhungen in diesem Jahr nach einem schwachen Arbeitsmarktbericht zurückgeschraubt und preisen nun etwa 29 Basispunkte an Straffung bis Dezember ein.cnbc+2
Bis diese Entscheidungen vorliegen, bleibt der Yen anfällig. Wie Continuum Economics am Donnerstag anmerkte, "klammert sich das Währungspaar an die 163er-Marke", da es "keine frischen Schlagzeilen" gibt, die die Dynamik verändern könnten.continuumeconomics