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Business Insider+1businessinsiderbusinessinsider+1WPP versucht, "hochgradig vertrauliche und sensible" Kundeninformationen aus einer Klage unter Verschluss zu halten. Diese Klage behauptet, dass Sony die Mediengeschäfte des Werberiesen untersucht und festgestellt habe, dass dieser einen "globalen Tatort" betreibe, so ein am Donnerstag beim New York State Supreme Court eingereichter Antrag.Business Insider
Der Antrag auf Versiegelung folgt auf eine geänderte Klageschrift, die letzte Woche von Richard Foster eingereicht wurde, einem langjährigen ehemaligen Manager bei GroupM. Er behauptet, WPP habe ihn im Juli 2025 entlassen, nachdem er Bedenken gegen das geäußert hatte, was er als unzulässige globale Schmiergeldaffäre bezeichnet. Foster fordert mindestens 100 Millionen Dollar Schadenersatz.businessinsider
Sony leitete eine eigene forensische Untersuchung ein, nachdem chinesische Behörden 2023 drei GroupM-Manager in China wegen eines Schmiergeldsystems im Wert von rund 176 Millionen Dollar festgenommen und später verurteilt hatten. Der ehemalige Investmentchef, Di Fei, wurde Anfang des Jahres zu lebenslanger Haft verurteilt.moreaboutadvertising+1
Laut Fosters geänderter Klageschrift präsentierte Sony seine Ergebnisse im Dezember 2025 den Anwälten von WPP in Tokio. Die Untersuchung ergab angeblich, dass WPP 76 Prozent der Rabattgelder in China einbehielt – 350 Millionen Dollar gegenüber 110 Millionen Dollar, die an Kunden weitergegeben wurden – und das Geld über 47 Briefkastenfirmen ohne eigene Geschäftstätigkeit leitete.adweek+2
Eine in der Klage enthaltene Präsentation von Sony beschrieb die Praxis als "Betrugsschema" und schrieb deren Gestaltung hochrangigen globalen WPP-Managern zu. Sony stützte seine Ergebnisse auf unabhängige Ermittler, die den chinesischen Strafprozess verfolgten, sowie auf Interviews mit ehemaligen Managern von WPP und GroupM, heißt es in der Klage.businessinsider
WPP beantragte am Donnerstag, Teile von Fosters Klage unter Verschluss zu halten, mit dem Argument, dass Sony eine unbeteiligte Partei sei, deren Privatsphäre geschützt werden müsse. Das Unternehmen argumentiert zudem, dass die angeblichen Ereignisse in China stattfanden, wo Foster nicht arbeitete, und nach seiner Entlassung eintraten.Business Insider
"Beide Klagen sind grundlos und entbehren jeder Grundlage, und WPP wird einen aktualisierten Antrag auf Abweisung einreichen", erklärte WPP in einer Stellungnahme. Ein Sprecher von Sony sagte, das Unternehmen kommentiere keine laufenden Rechtsstreitigkeiten.businessinsider
Foster behauptete, die Operation sei nicht auf China beschränkt gewesen, sondern weltweit eingesetzt worden. Seiner Schätzung nach habe GroupM über fünf Jahre hinweg unrechtmäßig rund 1,5 bis 2 Milliarden Dollar an Gewinnen aus Rabattgeschäften einbehalten. Der Fall hat in der Werbebranche für Aufsehen gesorgt, wo die Verbreitung von "Principal Media"-Modellen – bei denen Agenturen Werbeinventar mit Rabatt kaufen und es mit einer Marge an Kunden weiterverkaufen – seit langem umstritten ist.moreaboutadvertising+1
Wie ein Branchenkommentator anmerkte, zeigt der Fall, dass standardmäßige Medienprüfungen zwar Preis-Benchmarks und Lieferkennzahlen untersuchen, nicht aber Rabattflüsse über Offshore-Netzwerke. Dies wirft Fragen darüber auf, wie viele Werbetreibende über die Ressourcen verfügen, um die Art von forensischer Untersuchung durchzuführen, die Sony unternommen hat.moreaboutadvertising