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english.nv+1english.nv+1komersant+1Weltweite Weizenimporteure versuchen händeringend, alternative Getreidelieferungen zu sichern, da eskalierende russische Angriffe auf die Hafeninfrastruktur im Schwarzen Meer die ukrainischen Exporte mitten in der Haupterntezeit lahmgelegt haben. Dies trieb die richtungweisenden Futures auf Fast-Dreijahreshochs.
Reuters berichtete am 21. August, dass wichtige Käufer in Asien, Nordafrika und dem Nahen Osten auf die USA, Australien und Argentinien ausweichen, um den Ausfall zu kompensieren, wenn auch mit deutlichen Preisaufschlägen. Die Weizen-Referenz-Futures an der Chicago Mercantile Exchange CME Group Inc. sind seit Anfang Juli um mehr als 17 % gestiegen.english.nv+1
Die Unterbrechung geht auf Anfang Juli zurück, als die Ukraine die Operation MoLoChKa gegen Schiffe mit Russland-Bezug startete, gefolgt von einem großen Drohnenangriff auf Getreideterminals im russischen Hafen Noworossijsk am 12. August. Russland reagierte mit einer Intensivierung der Angriffe auf ukrainische Häfen und Handelsschiffe, woraufhin Reeder das Anlaufen ukrainischer Häfen aussetzten.marinelink+1
Die Getreideexporte der Ukraine fielen in den ersten beiden Augustwochen im Vergleich zum Vorjahr laut Reuters um rund 75 %. Die Ukrainische Nationalbank berichtete, dass das Land zwischen dem 1. und 18. August nur 900.000 Tonnen Agrargüter exportierte: lediglich 31 % der normalen Kapazität. Die Financial Times berichtete, dass die Unterbrechungen das weltweite Getreideangebot um 86 Millionen Tonnen oder etwa 17 % der globalen Exporte verringern könnten.reuters+2
Zwischen Juli und September bestellten asiatische Mühlenbetriebe rund 2 bis 2,5 Millionen Tonnen Weizen aus dem Schwarzmeerraum, was 30 % bis 50 % ihres gesamten Importbedarfs entspricht. Da diese Lieferungen nun gefährdet sind, stehen die Käufer vor erheblich höheren Kosten: Weizen aus dem Schwarzmeerraum wird mit 260 bis 280 US-Dollar pro Tonne gehandelt, während US-Weizen bei 305 US-Dollar beginnt und Australian Premium White geliefert an asiatische Häfen 315 bis 320 US-Dollar pro Tonne kostet.english.nv+1
Ägypten bezog in der ersten Hälfte des Jahres 2026 über 82 % seines importierten Weizens aus der Ukraine und Russland, während Indonesien für den Zeitraum Juli bis September rund 600.000 Tonnen aus der Region vertraglich vereinbarte. Auch Algerien, Bangladesch, Jordanien, Thailand und Vietnam bleiben stark von Lieferungen aus dem Schwarzmeerraum abhängig.english.nv+1
Die weltweiten Getreidelieferungen sind in den letzten fünf Wochen im Vergleich zum Vorjahr um 8 % gesunken, was auf einen Rückgang der Schwarzmeerexporte um 26 % zurückzuführen ist, so Schifffahrtsdaten laut MarineLink. Ein ukrainischer Vorschlag, Angriffe auf die Handelsschifffahrt zu stoppen, wurde von Russland abgelehnt, was die Hoffnung auf eine kurzfristige Erholung verringert.marinelink
Die Lähmung hat die inländischen ukrainischen Getreidepreise um das Dreifache abstürzen lassen, auf etwa 3.000 UAH (72 US-Dollar) pro Tonne. Der Ukrainische Agrarrat richtete einen dringenden Appell an Premierminister Serhij Korezkyj und warnte, dass Terminalunterbrechungen und steigende Treibstoffkosten eine Welle von Insolvenzen unter Agrarproduzenten drohen lassen. Die Ukraine hat ihre Getreideexportprognose für die Saison 2026/2027 um 12 % auf 38 bis 40 Millionen Tonnen gesenkt.komersant+1
Agrarminister Taras Wysozkyj räumte ein, dass alternative Schienen-, Straßen- und Donaurouten selbst unter den günstigsten Bedingungen nur 45 bis 50 % der jährlichen Agrarexporte der Ukraine bewältigen könnten.komersant