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apnews.com+1.farmprogress.com.es.marketscreener.com+1.Die überraschende Wiederwahl von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ließ Brasiliens Währung am Montag, den 26. Oktober, stark fallen. Der Rückgang zog die Terminkontrakte für Sojabohnen, Kaffee und Zucker, die wichtigsten Exportgüter Brasiliens, mit nach unten. Auch Unternehmen im Ausland mit großem Brasilien-Geschäft gaben nach, vom spanischen Ibex 35 bis zur Börse in Santiago.
Lula besiegte Senator Flávio Bolsonaro mit etwa 51,8 Prozent der Stimmen, wie Brasiliens Wahlgericht laut AP mitteilte. Seit 1989 war es keinem Kandidaten mehr gelungen, nach einer Niederlage im ersten Wahlgang eine Stichwahl zu gewinnen. Die Märkte hatten auf einen Sieg Bolsonaros gewettet. Reuters berichtete, dass der Real (USD/BRL) einen der größten Tagesverluste seiner Geschichte erlitt und der Bovespa seinen schlechtesten Tag seit 1998 verzeichnete.farmprogress.com+1
Ein schwächerer Real macht brasilianische Agrarprodukte auf dem Weltmarkt billiger und bringt den Landwirten in lokaler Währung mehr ein, was ihnen einen Anreiz gibt, mehr zu exportieren. Brasilien ist der weltweit größte Exporteur von Soja, Kaffee und Zucker, daher führt ein schwächerer Real tendenziell zu sinkenden Preisen. Bloomberg-Berichte, die von Farm Progress übernommen wurden, besagten, dass die Sojabohnenterminkontrakte an der Chicago Board of Trade CME Group Inc. auf ein Zweimonatstief fielen. Arabica-Kaffee und Zucker gaben ebenfalls nach, und Robusta-Kaffee erreichte ein Zweijahrestief. Auch Sojaöl und malaysisches Palmöl fielen.farmprogress.com
"Lula befürwortet den Export von Bohnen nach China, was für US-Sojabohnen bärisch ist, wenn Brasilien mehr von Chinas Bedarf decken kann", sagte Joe Davis von Futures International laut demselben Bericht. In den ersten neun Monaten des Jahres deckte Brasilien fast 80 Prozent der chinesischen Sojabohnenimporte.farmprogress.com
In Madrid fielen Telefónica , Banco Santander und Mapfre zur Eröffnung stark, berichteten Dow Jones Newswires via MarketScreener. Bankinter schätzt, dass Brasilien etwa 35 Prozent des EBITDA von Telefónica, etwa 25 Prozent von Mapfre, etwa 17 Prozent von Iberdrola und etwa 15 Prozent von Santander ausmacht. Brasilien ist der zweitgrößte Markt von Santander.es.marketscreener.com
In Chile führten Latam Airlines und Enel Américas die frühen Verluste an, berichtete La Tercera. Auch der Einzelhändler Cencosud und der Zellstoffhersteller CMPC Empresas CMPC S.A. fielen. Brasilien macht etwa 35 Prozent des Gesamtvermögens von CMPC aus.latercera.com
Analysten sagten, dass ein Großteil der Verkäufe von Investoren stammte, die ihre Wetten auf einen Sieg Bolsonaros auflösten. "Ein Großteil der heutigen Verkäufe spiegelt den Wunsch wider, das Risiko von Positionen abzubauen, die zuvor im Vorfeld eines Bolsonaro-Sieges eingegangen wurden, und nicht eine neue Bewertung von Lulas Politik", so XTB España laut MarketScreener. Thierry Larose von Vontobel sagte, dass Brasiliens Zentralbank und Finanzministerium genügend Spielraum hätten, um zu verhindern, dass die Anpassung chaotisch werde.es.marketscreener.com
Fragen zu den Beziehungen zu den USA bleiben offen. Carlos Mera von der Rabobank warnte, dass "die USA eine Reihe von Maßnahmen gegen Länder verhängen können, die sie als Feinde betrachten", berichtete Farm Progress.farmprogress.com