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ft+1ad-hoc-newsft+1UBS hat Kenntnisse im Bereich der künstlichen Intelligenz zu einer formellen Voraussetzung für Karriereaufstieg, Vergütung und Einstellungen im gesamten Unternehmen gemacht. Die Großbank bettet diese Kompetenz in das Zentrum ihres Personalwesens ein und vollzieht damit einen der explizitesten Schritte einer Großbank, die Einführung von Technologien direkt an das Gehalt der Mitarbeiter zu knüpfen.
Die Financial Times berichtete am Sonntag, dass der Schweizer Bankenriese von Absolventen und Praktikanten beim Einstieg verlangt nachzuweisen, dass sie KI-Tools zur Verbesserung von Ergebnissen und Effizienz nutzen können. Die Richtlinie geht weit über Neueinstellungen hinaus: Auch bestehende Mitarbeiter, die eine Beförderung oder eine höhere Gehaltsstufe anstreben, müssen eine aktive Nutzung von KI in ihren Arbeitsabläufen nachweisen.ft
Stefan Seiler, Personalchef der Bank, bestätigte, dass KI-Kompetenz nun ein fester Bestandteil individueller Leistungsbeurteilungen ist. Mitarbeiter werden nicht mehr ausschließlich an Finanzzielen oder Kundenergebnissen gemessen: Ihre Fähigkeit, KI-Tools in die tägliche Arbeit zu integrieren, fließt mit vergleichbarem Gewicht in die Beurteilungen ein, mit direkten Auswirkungen auf die Vergütung.ad-hoc-news
Dieser Ansatz gilt gleichermaßen für die interne Mobilität. Mitarbeiter, die Führungspositionen anstreben, müssen sowohl formelle Qualifikationen als auch die praktische Anwendung der Technologie nachweisen. Passive Vertrautheit reicht nicht mehr aus.ad-hoc-news
Um zu messen, wie tief KI bereits in die Abläufe eingedrungen ist, überwacht die UBS die Nutzung von Anwendungen auf aggregierter Ebene, anstatt einzelne Mitarbeiter zu verfolgen. Die Daten ermöglichen es der Führungsebene festzustellen, welche Geschäftsbereiche ein hohes Nutzungsniveau erreicht haben und wo der Einsatz noch schwach ist. Zudem lassen sich so Effizienzgewinne durch automatisierte Prozesse quantifizieren.ad-hoc-news
Unterstützt wird der Wandel durch ein wiederkehrendes internes Schulungsprogramm namens „AI power hour“. In dieser wöchentlichen Sitzung prüfen die Mitarbeiter neue Entwicklungen, tauschen Best-Practice-Beispiele aus und vertiefen ihren Umgang mit KI-Systemen. Die hauseigene Karriereseite der Bank verweist zudem auf einen „AI Fluency Pathway“ für Nachwuchskräfte, der darauf ausgelegt ist, praktische Fähigkeiten rund um reale Anwendungsfälle und verantwortungsvollen Einsatz aufzubauen.ubs+1
Dieser Schritt bringt die UBS an die Spitze eines breiteren Trends in der Finanzbranche. Ein Bericht von The Banker von Ende August merkte an, dass Investmentbanken zwar bisher KI-bedingten Stellenstreichungen beim Nachwuchs widerstanden haben, Experten jedoch warnen, die Branche liege „sechs Monate bis ein Jahr hinter allen anderen“ zurück, wenn es darum geht, KI vollständig in Einstiegsarbeitsabläufe zu integrieren. Anfang des Jahres berichtete Seiler auf LinkedIn über den Start unternehmensweiter KI-Lernerfahrungen für Führungskräfte und alle Mitarbeiter.linkedin+1
Für die rund 100.000 UBS-Mitarbeiter weltweit ist die Botschaft klar: Nachgewiesene KI-Kompetenz ist ab sofort eine Voraussetzung und kein Bonus mehr für das berufliche Fortkommen in der Bank.