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reutersinvesting+1investing+1SB Energy, die Tochtergesellschaft für KI-Infrastruktur der SoftBank Group, hat am 1. September eine Registrierungserklärung auf Formular S-1 bei der SEC eingereicht, um unter dem Tickersymbol „SBE“ an die Nasdaq zu gehen. Dies könnte einer der größten Börsengänge des Jahres 2026 werden. Der Antrag legte ein Geschäft offen, das noch keinerlei Umsätze mit Rechenzentren erzielt und fast vollständig von OpenAI als Ankermieter abhängt. Diese Offenlegung ließ die Aktien der SoftBank Group am Mittwoch im Tokioter Handel um 5,9 % einbrechen.investing
Presseberichten zufolge strebt SB Energy eine Kapitalaufnahme von 5 bis 7 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von über 50 Milliarden US-Dollar an, obwohl im S-1-Formular selbst die Anzahl der Aktien und die Preisspanne noch nicht festgelegt wurden. J.P. Morgan JPMorgan Chase & Co. , Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. , Morgan Stanley , Citigroup und Mizuho fungieren als gemeinsame Konsortialführer.w+4
Aus dem Prospekt geht hervor, dass Nvidia im Zusammenhang mit dem Börsengang Transaktionen im Wert von 3 Milliarden US-Dollar zugesagt hat: 1,5 Milliarden US-Dollar über eine Privatplatzierung stimmrechtsloser Aktien der Klasse N zum IPO-Preis und 1,5 Milliarden US-Dollar über ein im Voraus bezahltes Termingeschäft (Prepaid Forward Contract). Nvidia ist zudem der exklusive Chip-Lieferant für das Flaggschiff-Projekt von SB Energy, den PORTS-Pike Technology Campus in Ohio, und hat dort Leasingverpflichtungen von bis zu 105 Milliarden US-Dollar garantiert.fourweekmba+3
OpenAI, das einen 20-jährigen Mietvertrag über 8 GW IT-Kapazität auf dem Campus in Ohio unterzeichnet hat, hält zum 30. Juni 2026 Optionsscheine im Wert von rund 5,5 Milliarden US-Dollar. Die Optionsscheine, die im Rahmen einer Ankermieter-Vereinbarung gewährt wurden, werden mit der Preisfestsetzung des Börsengangs teilweise unverfallbar. Die SoftBank Group bleibt auch nach dem Börsengang der kontrollierende Mehrheitsaktionär.securities+2
Die Finanzdaten des Antrags gerieten sofort in die Kritik. SB Energy meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Nettoverlust von 3,2 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von lediglich 138,7 Millionen US-Dollar, verglichen mit einem Verlust von 216 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Verlust war größtenteils auf einen nicht zahlungswirksamen Aufwand in Höhe von 2,6 Milliarden US-Dollar zurückzuführen, der mit der Änderung des beizulegenden Zeitwerts seiner Optionsscheinverbindlichkeit gegenüber OpenAI zusammenhängt. Die Umsatzerlöse stammten ausschließlich aus dem Altgeschäft mit Solar- und Batteriespeichern, das Unternehmen verfügt über keinerlei operative Rechenzentrumskapazitäten.securities+2
Die erste Phase des KI-Rechenzentrums auf dem Cosmos Technology Campus in Texas wird voraussichtlich erst im vierten Quartal 2026 Mieteinnahmen generieren, während der Campus in Ohio erst 2028 in Betrieb gehen soll. Der Prospekt warnt davor, dass SB Energy „erheblich von der fortlaufenden Leistungsfähigkeit“ von OpenAI abhängig ist, und beschreibt diese Konzentration als Risikofaktor.fourweekmba+2
Die Offenlegung verstärkte den allgemeinen Marktdruck. Die Aktie der SoftBank Group fiel am Mittwoch, da die Anleger das Ausmaß der Verluste abwägten, die in der KI-Investitionsstrategie des Unternehmens verankert sind, zu der auch ein an OpenAI gekoppelter Überbrückungskredit in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar gehört. Auch der Nikkei 225 gab im Zuge eines weltweiten Ausverkaufs nach, der durch schwache US-Wirtschaftsdaten und steigende Renditen japanischer Staatsanleihen ausgelöst wurde. Der gemeldete Auftragsbestand von SB Energy beläuft sich auf rund 439 Milliarden US-Dollar, doch diese Zahl beruht auf jahrzehntelangen Zusagen einer kleinen Gruppe von Vertragspartnern, deren eigene finanzielle Zukunft ungewiss ist.investing+2