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ft.reuters.newsable.asianetnews+1.Staatsanleihen aus Schwellenländern halten sich besser als Anleihen in reichen Volkswirtschaften, selbst wenn steigende US-Staatsanleiherenditen und ein starker Dollar die globalen Kreditkosten auf die höchsten Stände seit Jahrzehnten treiben. Laut Financial Times führen Investoren dies auf jahrelange fiskalische Zurückhaltung, stärkere Institutionen und frühzeitige Maßnahmen gegen die Inflation zurück, die viele Entwicklungsländer vor dem Ausverkauf geschützt haben.ft
Die Kluft ist in den Zahlen deutlich erkennbar. Die FT berichtete, dass die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen im letzten Monat von etwa 4,8 % auf 5,3 % gestiegen ist. Die Renditen für Staatsanleihen in Südafrika und Chile stiegen weniger stark, und die brasilianischen Renditen fielen. Laut Reuters erreichte die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen bis zu 5,34 %, den höchsten Stand seit 2002.reuters+1
Die FT berichtete, dass der JPMorgan-Index für auf Lokalwährung lautende Staatsanleihen aus Schwellenländern im letzten Jahr um 18 % zulegte und bis Ende August um 3,5 % gestiegen war. Der globale Ausverkauf im September machte diesen Gewinn zunichte und ließ den Index für das Jahr stagnieren. Anleihen aus entwickelten Märkten hingegen liegen laut einem Bloomberg-Benchmark 4,5 % im Minus. Charlie Bilello, Chefmarktstratege bei Creative Planning, sagte auf X, dass der US-Anleihemarkt im September laut dem Bloomberg Aggregate-Index 2,6 % verloren habe. Nur fünf Monate in den letzten drei Jahrzehnten waren schlechter.newsable.asianetnews+1
Eva Sun-Wai, Portfoliomanagerin bei M&G, sagte der FT, dass die fiskalische Disziplin in den Schwellenländern stärker aussehe und dass ihr Umgang mit der Inflation nach der Covid-Pandemie die Investoren beruhigt habe. Lesetja Kganyago, Gouverneur der südafrikanischen Zentralbank, sagte, dass Reformen zur Eindämmung von Schulden und Inflation dazu beigetragen hätten, das Land vor der globalen Neubewertung zu schützen. Er merkte an, dass die langfristigen Renditen für Rand-Anleihen von etwa 9 % unter früheren Niveaus blieben.ft
Nicht jeder Kreditnehmer ist sicher. Analysten von S&P Global stuften Argentinien und Ägypten als gefährdet ein, da sie große Mengen kurzfristiger Schulden refinanzieren müssen. Südafrika, Thailand und Malaysia profitieren von tieferen inländischen Kapitalmärkten. Analysten der Bank of America merkten an, dass Investoren historisch gesehen Dollar-Anleihen aus Schwellenländern verkauft haben, sobald die Renditen im JPMorgan-Index 8 % erreichten. Die aktuelle Rendite liegt bei 7,2 %.ft
"Was wir global sehen, ist, dass die Anleihemärkte weiterhin ordnungsgemäß funktionieren", sagte IWF-Sprecherin Julie Kozack am Donnerstag vor Reportern. Sie sagte, Energiepreise hätten die kurzfristigen Renditen in die Höhe getrieben und die Erwartungen an die Geldpolitik verschoben. Längerfristige Renditen spiegelten auch Sorgen über hohe Schulden und einen Anstieg der Laufzeitprämien wider. Sie fügte hinzu, dass sich die Spreads in Schwellenländern verengt hätten, weil Reformen in den letzten Jahrzehnten "ihre Fundamentaldaten wirklich gestärkt haben".newsable.asianetnews+1
Mohamed El-Erian, Chefökonom bei der Allianz, schrieb auf X, dass die Erklärung des IWF "höchst ungewöhnlich sei und das Risiko berge, mehr Fragen aufzuwerfen, als sie beantwortet".newsable.asianetnews