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theinformation+1thenextwebthenextwebOpenAI hat laut einem Bericht von The Information vom Montag im Stillen damit begonnen, einigen seiner größten Unternehmenskunden die Möglichkeit zu bieten, nur dann zu zahlen, wenn die KI zugewiesene Aufgaben erfolgreich abschließt. Dieser Schritt markiert eine Abkehr von der standardmäßigen tokenbasierten Abrechnung des Unternehmens und stellt OpenAI an die Seite von Salesforce und anderen KI-Anbietern, die mit Preismodellen experimentieren, die Kosten an Ergebnisse statt an die reine Nutzung koppeln.theinformation
Die Vereinbarung, die bisher nicht offiziell angekündigt wurde, ist auf ausgewählte Großkunden beschränkt und wird nicht allgemein angeboten. Die genauen Bedingungen, die teilnehmenden Kunden und die konkreten Preise sind nicht bekannt. Nach dem neuen Modell wird Unternehmen die Leistung in Rechnung gestellt, wenn die KI von OpenAI eine Aufgabe vollständig abschließt, wie etwa die Abwicklung einer Kundenservice-Interaktion, anstatt pro Token zu zahlen, unabhängig davon, ob die Arbeit erfolgreich war.thenextweb
Diese Umstellung adressiert ein wachsendes Problem für Unternehmenskunden. Bei der herkömmlichen Token-Abrechnung tragen die Kunden die Kosten für jeden fehlgeschlagenen Versuch, was die Ausgaben schwer kalkulierbar macht. Ein Entwickler, der hundert Agenten parallel betrieb, soll Berichten zufolge innerhalb von 30 Tagen OpenAI-Token im Wert von 1,3 Millionen US-Dollar verbraucht haben: ein extremes, aber anschauliches Beispiel dafür, wie die Kosten ohne Erfolgsgarantie aus dem Ruder laufen können. Die erfolgsbasierte Preisgestaltung verlagert dieses Risiko vom Käufer auf den Anbieter und gibt OpenAI einen direkten finanziellen Anreiz, dafür zu sorgen, dass seine Modelle auch liefern.thenextweb
OpenAI ist nicht das erste Unternehmen, das diesen Weg einschlägt. Intercom berechnet über seinen Fin-Agenten 0,99 US-Dollar pro gelöster Konversation, während ungelöste Fälle kostenlos bleiben. Zendesk ging im Mai noch weiter und beschränkte die Gebühren auf sogenannte „verifizierte Lösungen“ (Verified Resolutions), die innerhalb von 72 Stunden durch eine automatisierte Auswertung bestätigt werden. Agentforce von Salesforce verlangte anfangs 2 US-Dollar pro Konversation, unabhängig vom Ergebnis, bevor das Unternehmen zu einem verbrauchsbasierten Guthabensystem mit etwa 10 Cent pro Aktion überging.thenextweb
Eine Umfrage der Futurum Group vom Mai ergab, dass 43 % der Unternehmenskunden eine verbrauchsbasierte Preisgestaltung und 27 % erfolgsbasierte Modelle bevorzugen, während weniger als jeder Fünfte noch die traditionellen nutzerbasierten Lizenzen (per-seat) favorisiert. „Die erfolgsbasierte Preisgestaltung entwickelt sich zu einem Marktstandard“, schrieb Keith Kirkpatrick, Forschungsleiter für Unternehmenssoftware bei der Firma. Er wies darauf hin, dass Anbieter, die nur nutzerbasierte Preise anbieten, mittlerweile oft schon vor Beginn der Evaluierung ausgeschlossen werden.thenextweb
Das Preisexperiment fällt in eine Zeit, in der sich OpenAI auf den Start von Astra vorbereitet, seinem agentenfokussierten Modell der nächsten Generation. CEO Sam Altman stellte das Modell Anfang August ausgewählten Kunden vor und beschrieb es als das potenziell erste, bei dem die KI „neue Dinge auf eine Weise erfindet, die wirklich zählt“. Der Quartalsumsatz von OpenAI erreichte im zweiten Quartal 6,7 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 18 % gegenüber dem Vorquartal entspricht, obwohl sich die Umsätze des Konkurrenten Anthropic im gleichen Zeitraum laut The Wall Street Journal News Corp verdoppelten. Zu definieren, was über einfache Kundenservice-Lösungen hinaus als erfolgreiches „Ergebnis“ gilt, bleibt die zentrale Herausforderung, da sich die agentenbasierte KI auf mehrstufige Aufgaben ausdehnt, bei denen der erfolgreiche Abschluss eine Frage des Ermessens ist.stocktwits+1