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ft+1fortune+1firstpostDie Kosten für den Schuldendienst der fortgeschrittenen Volkswirtschaften weltweit haben die Marke von 2 Billionen Dollar pro Jahr überschritten. Diese Schwelle führt dazu, dass in einigen der größten Volkswirtschaften der Welt öffentliche Mittel von Verteidigung, Infrastruktur und sozialen Diensten abgezogen werden müssen.
Die kombinierten Zinszahlungen der Mitglieder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) überstiegen 2025 die 2-Billionen-Dollar-Grenze, was laut OECD-Daten und Berichten der Financial Times London Stock Exchange etwa 3 Prozent der Wirtschaftsleistung der Gruppe entspricht. Mehr als ein Dutzend OECD-Länder geben mittlerweile mehr für den Schuldendienst aus als für die Verteidigung, darunter die USA, Großbritannien, Frankreich und Italien. Die Bruttokreditaufnahme der OECD-Regierungen stieg 2025 auf 17 Billionen Dollar und wird in diesem Jahr voraussichtlich einen Rekordwert von 18 Billionen Dollar erreichen, wobei die ausstehenden Staatsschulden auf 61 Billionen Dollar anwachsen.firstpost+5
Die Vereinigten Staaten stehen im Zentrum des Problems. Die Staatsverschuldung überschritt am 18. August die Marke von 40 Billionen Dollar, nachdem sie in weniger als fünf Jahren um ein Drittel gestiegen war. Laut einer Analyse von Fortune erreichten die Nettozinszahlungen für diese Schulden im Jahr 2025 18,5 Prozent der Bundeseinnahmen. Dies übertrifft den Rekord von 1991 und entspricht etwa 1,25 Billionen Dollar – mehr als das gesamte Verteidigungsbudget für 2026. Das Congressional Budget Office prognostiziert, dass sich die Zinskosten bis 2036 auf 2,1 Billionen Dollar verdoppeln werden, wobei die Bruttostaatsverschuldung dann voraussichtlich 64 Billionen Dollar erreichen wird.pgpf+4
Finanzminister Scott Bessent kündigte kürzlich eine Verdoppelung der Rückkaufoperationen für langfristige Anleihen an und erhöhte die maximalen Volumina von etwa 2 Milliarden auf mindestens 4 Milliarden Dollar. Der Schritt drückte die Renditen kurzzeitig nach unten, doch die Entlastung verflog innerhalb eines Tages, als sich die Anleger wieder auf die fiskalischen Fundamentaldaten konzentrierten.jpost+1
Die durchschnittliche Rendite 10-jähriger Staatsanleihen in den G7-Staaten hat etwa 4 Prozent erreicht, den höchsten Stand seit 2008. Dies zwingt die Regierungen dazu, bei jeder Refinanzierung bestehender Schulden oder der Ausgabe neuer Anleihen höhere Zinsen zu zahlen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die weltweite Staatsverschuldung, die im vergangenen Jahr 94 Prozent des globalen BIP erreichte, bis Ende des Jahrzehnts auf 100 Prozent steigen wird.firstpost
Diese Dynamik erzeugt eine von Analysten als Abwärtsspirale beschriebene Situation: Höhere Schuldenlasten veranlassen Investoren dazu, höhere Renditen zu fordern, was wiederum die künftigen Kosten für den Schuldendienst in die Höhe treibt. Michael Peterson, CEO der Peter G. Peterson Foundation, sagte, die Vereinigten Staaten "machen seit 26 Jahren Defizite und wir haben viele der strukturellen Herausforderungen ignoriert, die in unserem Haushalt bestehen".Yahoo! Finance+2
Der Druck beschränkt sich nicht nur auf die USA. Großbritannien zahlt jährlich etwa 110 Milliarden Pfund an Zinsen für seine Schulden, wobei die Kosten bis 2030/31 voraussichtlich 4 Prozent des BIP erreichen werden. Frankreich sieht sich mit steigenden Zinsaufschlägen gegenüber deutschen Anleihen konfrontiert, was die Bemühungen zur Defizitreduzierung erschwert. In der gesamten OECD flossen 2025 etwa 80 Prozent der Bruttokreditaufnahme lediglich in die Refinanzierung bereits bestehender Schulden und nicht in die Finanzierung neuer Ausgaben.aa+2
Ohne ein stärkeres Wirtschaftswachstum zur Steigerung der Einnahmen stehen die Regierungen vor immer schwierigeren Entscheidungen: Steuern erhöhen, Leistungen kürzen oder zusehen, wie die Schuldenkosten immer größere Teile ihrer Haushalte verschlingen.firstpost