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Devdiscourse+1AirlineGeeks.com+1DevdiscourseDie US-Flugsicherheitsbehörde NTSB hat am Mittwoch Äußerungen von Ryanair -Chef Michael O'Leary zur Ursache eines Fensterschadens an einer Boeing 737 NG zurückgewiesen. Bei dem Vorfall Anfang des Monats wäre beinahe ein Passagier aus dem Flugzeug gesaugt worden. Die Behörde betonte, dass weder das Alter noch die Wartungshistorie der Maschine als Ursache ausgeschlossen wurden.
NTSB-Chefin Jennifer Homendy erklärte, O'Learys Kommentare verstießen gegen die Informationsrichtlinien laufender Ermittlungen, und mahnte zur Vorsicht bei öffentlichen Erklärungen. Während einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen von Ryanair am Montag sagte O'Leary vor Analysten, dass erste Erkenntnisse auf einen Fremdkörperschaden am Triebwerk beim Start hindeuteten. "Erste Anzeichen deuten auf einen Fremdkörperschaden am Triebwerk beim Start in Thessaloniki hin, aber wir können das noch nicht abschließend bestätigen", so O'Leary.Devdiscourse+3
Die NTSB hielt dagegen, dass alterungs- oder wartungsbedingte Mängel bei dem 18 Jahre alten Flugzeug weiterhin nicht ausgeschlossen seien. Nach internationalen Luftfahrtregeln ist es Beteiligten an einer Untersuchung generell untersagt, vorläufige Ergebnisse vor Veröffentlichung des offiziellen Berichts der federführenden Ermittlungsbehörde bekannt zu geben.Devdiscourse
Am 10. Juli löste sich kurz nach dem Start im griechischen Thessaloniki ein Bauteil aus dem rechten Triebwerk der Boeing 737 NG auf Ryanair-Flug FR1879 und traf ein Kabinenfenster, das daraufhin zerbrach. Durch den plötzlichen Druckabfall wurde ein Passagier teilweise aus dem Flugzeug gesaugt, bevor Mitreisende ihn zurück in die Kabine ziehen konnten. Das Flugzeug kehrte nach Thessaloniki zurück und landete sicher.AirlineGeeks.com+3
Die griechische Ermittlungsbehörde für Flug- und Eisenbahnunfälle übergab die Untersuchung am 16. Juli gemäß den Regeln der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) an die NTSB, da das Flugzeug in den USA hergestellt wurde. Ein vorläufiger Bericht wird in etwa 28 Tagen erwartet.U.S. News & World Report+2
Der Vorfall zieht Vergleiche mit dem Triebwerksausfall einer 737 NG von Southwest Airlines im Jahr 2018 nach sich, bei dem ein gebrochenes Schaufelblatt ein Fenster zerstörte und eine Passagierin tötete. FAA-Leiter Bryan Bedford erklärte, die Behörde bewerte den Ryanair-Vorfall vor dem Hintergrund dieser früheren Fälle neu. Ryanair teilte mit, vollumfänglich mit der NTSB zusammenzuarbeiten.ABC News+2