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aiweekly+1theverge+1reddit+1Meta hat seine Pläne pausiert, die Barrierefreiheitsfunktion „Conversation Focus“ auf seinen Smart Glasses auf drei kostenlose Stunden pro Monat zu begrenzen. Damit weicht der Konzern von einem Preismodell zurück, das in den vergangenen Wochen auf scharfe Kritik von Nutzern und Interessenvertretern für Barrierefreiheit gestoßen war.
Wie The Verge am Donnerstag berichtete, hat Meta den Plan zur Nutzungsbegrenzung nach anhaltenden Protesten aus der Nutzer-Community der Brille zurückgezogen. Die Funktion, die die Stimme des Gegenübers in einer lauten Umgebung isoliert und verstärkt, sollte für eine erweiterte Nutzung von bis zu 15 Stunden im Monat ein „Meta One Premium“-Abonnement für 19,99 US-Dollar pro Monat erfordern. Meta-Sprecher Tyler Yee bestätigte die Pause und erklärte, dass Conversation Focus „weiterhin kostenlos über unser Early-Access-Programm für erste Tester angeboten wird, während wir an einer verbesserten Lösung arbeiten“. Yee deutete an, dass einige Premium-Funktionen im Laufe der Zeit dennoch kostenpflichtig werden.engadget+5
Meta hatte die Nutzungslimits um den 30. Juni herum stillschweigend auf seiner Hilfeseite eingeführt, wie The Verge zuerst berichtete. Das Limit lief auf umgerechnet etwa sechs Minuten tägliche Nutzung in der kostenlosen Version hinaus. Was den Aufschrei besonders laut machte, war die technische Natur der Funktion selbst: Conversation Focus läuft vollständig auf dem Gerät und nutzt Beamforming-Mikrofone sowie räumliche Audioverarbeitung. Sie benötigt keine Internetverbindung und verursacht somit keine Serverkosten für Meta.androidauthority+3
Dies entkräftete die typische Rechtfertigung für KI-Abo-Modelle, bei denen die Cloud-Berechnung tatsächliche Kosten pro Anfrage verursacht. Für Menschen mit Hörbeeinträchtigung fungiert die Funktion eher als Hilfstechnologie denn als Spielerei, weshalb die Bezahlschranke als besonders ungerecht empfunden wurde. Selbst zahlende Abonnenten wären nach 15 Stunden blockiert gewesen, ohne die Möglichkeit, ungenutzte Zeit in den Folgemonat zu übertragen.aiweekly+3
Es bleibt unklar, ob Meta die Begrenzung vollständig verworfen, die Limits gelockert oder die Einführung lediglich verschoben hat, um die Kommunikation anzupassen. Der Vorfall ist ein Warnsignal für Hardware-Hersteller, die wiederkehrende Einnahmen durch KI-Funktionen auf dem Gerät erzielen wollen: Nutzer scheinen bereit zu sein, für Cloud-gestützte Dienste zu zahlen, wehren sich jedoch gegen Abonnements für Funktionen, die auf der Hardware laufen, die sie bereits besitzen.aiweekly