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bloombergreuters+1global.morningstarDie Entscheidung des US-Finanzministeriums, sich der Bank of Japan bei einer koordinierten Yen-Kaufintervention anzuschließen, der ersten derartigen gemeinsamen Operation seit 2011, hat die japanische Währung kurzfristig stabilisiert. Analysten warnen jedoch, dass eine dauerhafte Entlastung tiefere wirtschaftliche Veränderungen erfordert und nicht allein durch Markteingriffe erreicht werden kann.
Japan und die Vereinigten Staaten bestätigten am 1. August, dass sie gemeinsam an den Währungsmärkten interveniert hatten, um den Verfall des Yen gegenüber dem Dollar auf ein 40-Jahres-Tief zu stoppen. Daten der Zentralbank deuteten darauf hin, dass Japan während der Operation bis zu 36,58 Milliarden Dollar für den Kauf von Yen ausgegeben haben könnte. Die Intervention erfolgte, nachdem der Yen auf Stände nachgab, die seit 1986 nicht mehr gesehen wurden, was US-Finanzminister Scott Bessent veranlasste, Käufe von Yen im Wert von 5 bis 10 Milliarden Dollar vorzubereiten.reuters+3
Der Schritt markierte laut Analysten von Goldman Sachs die erste koordinierte Währungsintervention zwischen den beiden Ländern seit 15 Jahren. Das japanische Finanzministerium erklärte, die Maßnahme habe "übermäßiger Volatilität und ungeordneten Bewegungen des japanischen Yen in den letzten Monaten entgegengewirkt".aljazeera+1
Beteiligt hat sich das US-Finanzministerium laut Michael Diamantopoulos, Associate Director für Anleihen und Währungen bei Morningstar , aus Gründen der Marktstabilität und nicht aus Altruismus. "Wenn Japan gezwungen wäre, seine Währung weiterhin völlig allein zu verteidigen, müsste es möglicherweise erhebliche Bestände an US-Staatsanleihen aus seinen offiziellen Währungsreserven liquidieren", erklärte er. "Großflächige Verkäufe von US-Staatsanleihen könnten die US-Renditen nach oben treiben und die breiteren Anleihe- und Finanzierungsmärkte destabilisieren".global.morningstar
Durch die Beteiligung und den Verkauf von Euro-Reserven zum Kauf von Yen halfen die USA, die Währung zu stützen, während direkter Druck auf die US-Staatsanleihemärkte vermieden wurde.global.morningstar
Analytiker betrachten die Intervention weitgehend als Übergangslösung. "Das Hauptziel dieser gemeinsamen Aktion besteht darin, das Tempo der Yen-Abwertung zu stoppen oder zu verlangsamen, anstatt eine vollständige Umkehr des Gesamttrends der Währung herbeizuführen", sagte Diamantopoulos. "Dauerhafte Stabilität des Wechselkurses wird letztlich eine weitere Konvergenz der Realzinsen und breitere strukturelle makroökonomische Anpassungen erfordern".global.morningstar
Der Yen schwächt sich aus fundamentalen Gründen ab: Selbst wenn die Bank of Japan begonnen hat, die Zinsen leicht anzuheben, bleiben die japanischen Realrenditen weit hinter denen anderer großer globaler Akteure zurück, was Anreize für Kapitalabflüsse schafft.global.morningstar
Japans Minister für Wachstumsstrategie Minoru Kiuchi trat am Montag dem pessimistischen Narrativ entgegen und erklärte gegenüber Bloomberg Television, dass Japans Ausgaben- und Investitionspläne dem Yen einen langfristigen Auftrieb verleihen würden. "Die japanische Finanzpolitik ist nicht so expansiv, wie Sie denken, da wir großen Wert auf Nachhaltigkeit legen", sagte Kiuchi.bloomberg
Ob Finanzversprechen das erreichen können, was Interventionsausgaben von 36 Milliarden Dollar nicht vermochten, bleibt die zentrale Frage für den USD/JPY-Markt in den kommenden Wochen.