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spacespace+1space+1Astronomen haben herausgefunden, dass die Fähigkeit der Andromeda-Galaxie, neue Sterne zu bilden, in den letzten 40 Millionen Jahren drastisch zurückgegangen ist. Eine kleinere Nachbargalaxie gilt dabei als Hauptverdächtige für diese Verlangsamung.
Mithilfe von Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops analysierte ein Forschungsteam unter der Leitung von Tobin Wainer, einem Doktoranden an der University of Washington, Daten aus zwei Himmelsmusterungen, die zwei Drittel der Andromeda-Scheibe abdecken. Das Ergebnis ist ein Katalog von 200 Millionen Sternen. Die Forscher unterteilten diesen in ein Raster aus Quadraten mit einer Seitenlänge von 300 Lichtjahren und rekonstruierten anhand der Sternenfarbe die Geschichte der Sternentstehung für jeden einzelnen Abschnitt.space+1
Die Ergebnisse zeigen einen stetigen Rückgang: Vor rund 500 Millionen Jahren wandelte Andromeda jährlich noch das Äquivalent einer Sonnenmasse an Gas und Staub in neue Sterne um. Vor 40 Millionen Jahren war diese Rate bereits auf etwa eine halbe Sonnenmasse pro Jahr gesunken. Heute liegt sie nur noch bei rund einem Fünftel.newsbytesapp+1
Der Rückgang verläuft nicht überall in der Galaxie gleichmäßig. Der deutlichste Einbruch der Sternentstehung begann vor etwa 60 Millionen Jahren auf der Seite von Andromeda, die M32 am nächsten liegt. M32 ist eine kompakte Satellitengalaxie, die nur 16.000 Lichtjahre entfernt ist. Astronomen vermuten, dass M32 der übrig gebliebene Kern einer Spiralgalaxie sein könnte, die ihre Spiralarme verlor, möglicherweise bei einer früheren Kollision mit Andromeda.english.pravda+1
"Wir können nicht explizit sagen, dass wir einen Rückgang der Sternentstehung aufgrund von M32 sehen. Aber sie ist direkt vor Ort und definitiv die wahrscheinlichste Verdächtige", sagte Wainer in einer Erklärung, wie Space.com berichtete.space
Obwohl die Verbindung zwischen M32 und der Verlangsamung noch unbestätigt ist, erhoffen sich Astronomen neue Erkenntnisse vom Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskop. Dessen Start ist für Ende August geplant. Es soll Andromeda weiträumiger erfassen, als es mit Hubble möglich war, und so klären helfen, ob der Gravitationseinfluss der kleineren Nachbargalaxie tatsächlich die Ursache ist.ua+1