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bloomingbit+1forbes+1ad-hoc-newsGold und Bitcoin erzielten im August ihre stärksten Monatsgewinne des Jahres, da die Entscheidung des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe langfristiger Anleihen auszuweiten, den sogenannten Abwertungshandel neu belebte. Dabei setzen Investoren darauf, dass knappe Vermögenswerte angesichts wachsender Staatsdefizite besser abschneiden als ein schwächelnder Dollar.
Gold kletterte im August um rund 10 Prozent und stieg laut Bloomberg von fast 4.000 Dollar zu Monatsbeginn auf über 4.450 Dollar zum Monatsende. Bitcoin legte seit seinem Ausbruch am 19. August um mehr als 12 Prozent zu und überschritt kurzzeitig die Marke von 80.000 Dollar, bevor er nach einer hawkishen Grundsatzrede von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Jackson Hole Symposium am Freitag wieder nachgab.bloomingbit+2
Der Auslöser war die Ankündigung von Finanzminister Scott Bessent Mitte August, dass die Regierung ihre Käufe ausstehender Staatsanleihen mit Laufzeiten von 10 bis 30 Jahren mindestens verdoppeln werde. Ab dem 9. September steigt die Obergrenze pro Transaktion von 2 Milliarden auf mindestens 4 Milliarden Dollar. Am Tag der Ankündigung stieg Bitcoin laut Forbes innerhalb weniger Stunden um 8,7 Prozent von rund 64.100 auf fast 70.000 Dollar. Zwischen dem 19. und 21. August wurden am Markt für Bitcoin-Perpetual-Futures Short-Positionen im Wert von mehr als 2,5 Milliarden Dollar liquidiert, was den Anstieg beschleunigte.forbes+2
Das Wall Street Journal News Corp stellte fest, dass der Abwertungshandel, bei dem Investoren aus dem Dollar in Gold, Bitcoin und andere alternative Anlagen flüchten, ein Comeback feiert. Bloomberg berichtete, dass der Dollar schwächer wurde, während Gold und Bitcoin zulegten, was die Erzählung eines durch wachsende US-Defizite befeuerten Abwertungshandels verstärkte. CNBC beschrieb den Trend als einen, der an der Wall Street neue Zugkraft gewinnt.cnbc+2
Die Umschichtung erstreckt sich über Edelmetalle und Kryptowährungen hinaus. Bloomberg berichtete am 30. August, dass Anleihen aus Schwellenländern vor weiteren Gewinnen stehen, da der Abwertungshandel die Zuflüsse in diese Anlageklasse verstärkt. Fondsmanager bei JPMorgan Asset Management , Invesco und Marlborough Investment Management nannten eine überlegene Haushaltsführung in Entwicklungsländern als Grund für das Interesse.economictimes+1
Wir sind sehr optimistisch, was die Fortsetzung des Dollar-Abwertungshandels für Anleihen aus Schwellenländern bedeutet, sagte Swa Wu, Leiter der Fixed-Income-Investment-Spezialisten für Asien (ohne Japan) bei JPMorgan Asset Management.economictimes
Die Rallye geriet am Freitag ins Stocken, nachdem Warshs Rede in Jackson Hole die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September steigen ließ. Gold fiel im Wochenverlauf um 3,2 Prozent auf 4.454,60 Dollar, und Bitcoin rutschte unter 80.000 Dollar. CME FedWatch-Daten zeigten, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September von 35 auf über 55 Prozent sprang.ad-hoc-news+1
Analysten argumentieren jedoch, dass der Rücksetzer nur von kurzer Dauer sein könnte. Robin Brooks, ehemaliger Chefvolkswirt beim Institute of International Finance, schrieb, dass jede Zinserhöhung im September performativ wäre, um die langfristigen Renditen zu deckeln, anstatt die finanziellen Bedingungen wirklich zu straffen – eine Dynamik, die er als bullisch für Gold bezeichnete. Laut dem World Gold Council kauften Zentralbanken im zweiten Quartal netto 288,9 Tonnen Gold, ein Anstieg von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der stärkste Wert für ein zweites Quartal seit Beginn der Aufzeichnungen.robinjbrooks.substack+1