Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

fashionnetwork+1fashionnetwork+1cms+1Das französische Parlament hat am Montag endgültig ein Gesetz gegen Ultra-Fast-Fashion verabschiedet. Damit ist Frankreich das erste Land, das eskalierende finanzielle Sanktionen und ein umfassendes Werbeverbot für Billig-Modeplattformen wie Shein und Temu PDD Holdings Inc. einführt. Das Gesetz, an dem mehr als zwei Jahre gearbeitet wurde, wartet nun innerhalb von 15 Tagen auf die Verkündung durch den Präsidenten.fashionnetwork+1
In seiner endgültigen Form definiert das Gesetz "Ultra-Fast-Fashion" anhand von zwei kumulativen Kriterien: der Breite des Produktsortiments einer Marke – gemessen am Volumen der auf den Markt gebrachten Kleidung – und einem Anreizkoeffizienten für Reparaturen, der den Preis eines Produkts mit den Kosten für dessen Reparatur vergleicht. Spezifische Schwellenwerte werden per Dekret festgelegt.imazpress+1
Das Gesetz sieht eine finanzielle Strafe pro Artikel vor, die im Laufe der Zeit ansteigt und bis 2030 bis zu 20 Euro pro Stück erreichen kann, begrenzt auf 50 Prozent des Nettopreises des Produkts. Ein Teil der Einnahmen soll die Infrastruktur für die Textilsammlung und das Recycling finanzieren. Das Gesetz verbietet zudem jegliche Werbung für Ultra-Fast-Fashion-Marken, einschließlich Werbeaktionen durch Influencer, und verpflichtet betroffene Unternehmen dazu, auf ihren Websites Botschaften anzuzeigen, die zu "Mäßigung, Wiederverwendung und Reparatur" ermutigen.fashionnetwork+2
Das erklärte Ziel ist es, große asiatische Plattformen ins Visier zu nehmen und gleichzeitig europäische und französische Einzelhändler wie Zara Industria de Diseño Textil, S.A. und Kiabi zu schonen. Diese Unterscheidung stieß bei der Linken auf Kritik. "Unter dem Druck von Lobbyisten wurde der ursprüngliche Ehrgeiz des Gesetzes erheblich zurückgeschraubt", sagte der Abgeordnete der Grünen, Charles Fournier, und merkte an, dass europäische Fast-Fashion-Marken "keine Vorbilder für nachhaltige Mode geworden sind".fashionnetwork
Die Koalition Stop Fast-Fashion, die rund 30 NGOs vertritt, hatte sich ebenfalls gegen einen auf Ultra-Fast-Fashion begrenzten Anwendungsbereich ausgesprochen. Umgekehrt warnten französische Handelsverbände letzte Woche, dass chinesische Unternehmen das Gesetz umgehen könnten, während einheimische Firmen Gefahr laufen, unter dessen Sanktionen zu fallen.fashionnetwork
Die Europäische Kommission sandte Paris im September 2025 eine detaillierte Stellungnahme, in der sie Bedenken hinsichtlich der Vereinbarkeit des Gesetzes mit den Regeln des EU-Binnenmarktes äußerte, was die gesetzgeberische Stillhaltefrist bis Ende Dezember 2025 verlängerte. Diese Vorbehalte sind weiterhin ungeklärt, und die Frage, ob der Text eine verfassungsrechtliche Prüfung bestehen würde, fügt eine weitere Ebene der Unsicherheit hinzu.cms+1
"Ich kann mit Sicherheit sagen, dass wir im Moment hart gegen Shein vorgehen, und das ist der erste Schritt", sagte die Gesetzesinitiatorin Anne-Cécile Violland gegenüber AFP.fashionnetwork