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wtvbamreutersreutersFrankreichs Statistikamt INSEE bestätigte am Freitag, dass die Verbraucherpreise im Juni auf EU-harmonisierter Basis im Jahresvergleich um 2,0 % gestiegen sind, eine deutliche Verlangsamung gegenüber 2,8 % im Mai. Der monatliche harmonisierte Wert sank um 0,3 %, getrieben durch einen Rückgang der Energiekosten – insbesondere bei Mineralölprodukten – sowie durch Kalendereffekte verlängerter saisonaler Verkäufe. Die bestätigten Daten krönen eine Woche, in der schwache Inflationsdaten aus dem gesamten Euroraum die Erwartungen gestärkt haben, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen bei ihrer Sitzung am 23. Juli stabil halten wird.tradingeconomics+2
Die Inflation im gesamten Block verlangsamte sich im Juni auf 2,8 % von 3,2 % im Mai und blieb damit laut Reuters unter der Konsensprognose von 3,0 %. Die Kerninflation, ohne Nahrungsmittel und Energie, sank von 2,6 % auf 2,4 %, während die Inflation im Dienstleistungssektor von 3,5 % auf 3,2 % zurückging. Die Daten kamen zeitgleich mit Anzeichen wirtschaftlicher Fragilität: Die Aktivität des Privatsektors im Euroraum schrumpfte im Juni den dritten Monat in Folge, wobei der vorläufige zusammengesetzte PMI nur leicht von 48,5 auf 49,5 stieg.reuters+2
Mehrere EZB-Entscheidungsträger haben signalisiert, dass es "keine Eile" gibt, der Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt im Juni – die den Einlagensatz auf 2,25 % anhob – in diesem Monat eine weitere folgen zu lassen. Märkte und Ökonomen erwarten nun mehrheitlich eine Pause im Juli, wobei eine weitere Erhöhung im September oder Oktober möglich ist.money.usnews+2
Auch wenn die Schlagzeilenzahlen sinken, schlug EZB-Ratsmitglied Yannis Stournaras am Freitag einen vorsichtigeren Ton an. "Die Feindseligkeiten haben wieder begonnen", sagte der griechische Zentralbankgouverneur bei einer Veranstaltung in Athen mit Blick auf den erneuerten Konflikt zwischen den USA und dem Iran. "Wir sind also wieder am Anfang", warnte er laut Reuters. Der Konflikt hat die Energiepreise wieder in die Höhe getrieben und droht, den Inflationsdruck, den die EZB gerade erst einzudämmen begonnen hatte, neu zu entfachen.wmbdradio+1
Die Divergenz bei den geldpolitischen Erwartungen hat den Euro belastet. EUR/GBP fiel diese Woche auf neue Tiefststände von 2026 bei etwa 0,8520 – was etwa GBP/EUR 1,1740 entspricht – und damit auf den schwächsten Stand seit Mitte 2025. Auch EUR/USD ist gesunken und notiert nahe 1,14, nach über 1,16 zu Beginn des Juni. Die nächste geldpolitische Entscheidung der EZB am 23. Juli wird zeigen, ob die Entscheidungsträger den verbesserten Inflationshintergrund oder die Aufwärtsrisiken aus dem Nahen Osten priorisieren.tradingeconomics+3