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baystreetfinance.yahoo+1dawn+1Asiatische Ölkäufer kehren an den Verhandlungstisch für Spotladungen von US-Rohöl zurück, nachdem ein kurzes Zeitfenster der Erholung der Durchfahrten durch die Straße von Hormus in dieser Woche inmitten einer scharfen erneuten Eskalation zwischen Washington und Teheran zusammengebrochen ist. Der Umschwung markiert eine Wiederaufnahme der Lieferketten-Umgehung, die asiatische Raffinerien während der akutesten Phase der Krise Anfang des Jahres stützte.
Der erneute Wettlauf um amerikanische Fässer folgt auf die Entscheidung von Präsident Donald Trump am Montag, eine Seeblockade gegen iranische Schifffahrt durch die Straße von Hormus mit Wirkung zum Dienstag um 16:00 Uhr ET wieder in Kraft zu setzen. Trump erklärte, die USA würden als "Wächter der Straße" fungieren und forderte eine Gebühr von 20 % auf alle Frachten, die die Wasserstraße passieren.cnbc+1
Der Schritt erfolgte nach einem Wochenende intensivierter militärischer Aktionen. Die USA starteten eine dritte aufeinanderfolgende Angriffswelle gegen den Iran nach Angriffen der Islamischen Revolutionsgarde auf Handelsschiffe und mit den VAE verbundene Tanker in der südlichen Schifffahrtsroute. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten, dass zwei Tanker entlang dieses Korridors getroffen wurden, was neue Bedenken hinsichtlich der Sicherheit alternativer Passagen um iranische Gewässer aufwirft.youtube+1
Brent-Rohöl stieg am Dienstag über 85 Dollar pro Barrel und erreichte den höchsten Stand seit vier Wochen, während WTI-Rohöl über 79 Dollar kletterte. Die Rallye machte wochenlange Preisrückgänge zunichte, die auf ein Memorandum of Understanding zwischen den USA und dem Iran vom 18. Juni gefolgt waren, das die Feindseligkeiten kurzzeitig zu beenden schien.dawn+3
Laut Bay Street begannen asiatische Käufer mit der Aushandlung von Spotladungen von US-Rohöl, nachdem die erwartete Erholung der Hormus-Durchfahrten durch die erneute Eskalation in dieser Woche ins Stocken geraten war. Der Handel erinnert an den April, als asiatische Raffinerien – angeführt von Japan, Südkorea und Singapur – massive Mengen an WTI-Midland-Rohöl zu Aufschlägen von 30 bis 40 Dollar pro Barrel über den Benchmarks kauften.japantimes+2
Die Straße von Hormus ist seit Anfang März effektiv umkämpft, als US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran Teheran dazu veranlassten, die Wasserstraße zu blockieren, die normalerweise etwa ein Viertel des weltweiten Öltransports auf dem Seeweg abwickelt. Obwohl das Juni-Abkommen vorübergehende Erleichterung brachte, stellte die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem Juli-Bericht fest, dass die Prognose für eine Marktnormalisierung "von der Annahme abhängt, dass sich die Tankerströme durch die Straße allmählich erholen" – eine Annahme, die nun in Zweifel gezogen wird.csis+1
Chinas Rohölimporte brachen im Mai auf 7,8 Millionen Barrel pro Tag ein, den niedrigsten Stand seit 2017, da der Krieg das Angebot einschränkte und Peking davon absah, sich um Ersatz zu bemühen. Neue Berichte vom 14. Juli deuteten darauf hin, dass die Importe auf ein fast zehnjähriges Tief gefallen waren. Analysten beobachten nun, ob die Raffinerieauslastung und die Import-Erholung Chinas – und nicht die Blockade selbst – die nächste Etappe der Ölpreis-Rallye bestimmen werden. Die US-Energieinformationsbehörde (EIA) prognostiziert, dass der weltweite Ölverbrauch im Jahr 2026 um 1,2 Millionen Barrel pro Tag fallen wird, wobei eine Erholung erst für 2027 erwartet wird, sobald die Preise sinken und sich das Angebot normalisiert.youtube+3