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businesstoday+1business-standardbusiness-standardChina hat seine Leitzinsen am Sonntag unverändert gelassen und damit eine Rekordserie von 16 Monaten ohne Anpassung verlängert, während die politischen Entscheidungsträger die heimische Wirtschaftsschwäche gegen die wachsende Zinskluft zu den Vereinigten Staaten abwägen.
Der einjährige Leitzins (Loan Prime Rate, LPR) blieb bei 3,00 % und der LPR für Laufzeiten über fünf Jahren, der als wichtiger Referenzwert für Hypothekenzinsen dient, verharrte bei 3,50 %, wie das National Interbank Funding Centre mit Genehmigung der People's Bank of China mitteilte. Beide Sätze sind seit ihrer letzten Senkung im Mai 2025 unverändert. Die Entscheidung war allgemein erwartet worden, da alle 21 Marktteilnehmer in einer Reuters-Umfrage keine Änderung der Sätze prognostiziert hatten.businesstoday+2
Die Entscheidung fiel wenige Tage, nachdem die US-Notenbank Federal Reserve am 16. September ihren Leitzins um 25 Basispunkte angehoben hatte, wodurch die Zielspanne für die Federal Funds Rate auf 3,75 % bis 4,0 % stieg. Die Fed begründete den Schritt mit robusten heimischen Konsumausgaben und erhöhtem Preisdruck; der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh schloss sich der einstimmigen Entscheidung an. Die Renditeprämie für 10-jährige US-Staatsanleihen gegenüber chinesischen Staatsanleihen bewegte sich nach der Erhöhung nahe an Rekordhochs.business-standard+1
Die gegensätzlichen geldpolitischen Wege unterstreichen die unterschiedlichen wirtschaftlichen Bedingungen der beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Während die USA die Zinsen zur Inflationsbekämpfung anheben, kämpft China weiterhin mit einer gedämpften Kreditnachfrage und einer anhaltenden Schwäche im Immobiliensektor.businesstoday
PBOC-Gouverneur Pan Gongsheng hat eingeräumt, dass das langsamere Kreditwachstum in China zur neuen Normalität wird, da schrumpfende Immobilien- und Kommunalsektoren die Kreditnachfrage schneller schwächen, als aufstrebende Industrien dies ausgleichen können.business-standard
Analysten sehen kaum Aussichten auf kurzfristige Zinssenkungen. "Sofern sich die Binnennachfrage nicht wesentlich stärker abschwächt, ist die Wahrscheinlichkeit einer breit angelegten geldpolitischen Lockerung im vierten Quartal aus unserer Sicht gesunken, insbesondere vor dem Hintergrund einer restriktiveren US-Notenbank", sagte Serena Zhou, leitende China-Strategin bei Mizuho Securities. Jacqueline Rong, Chefökonomin für China bei BNP Paribas, erklärte, ihr Basisszenario sei, dass die PBOC die Zinsen für den Rest des Jahres stabil halte, "eingeschränkt durch die engen Nettozinsmargen der Banken und den Übergang von Deflation zu einer moderaten Inflation".business-standard