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bloomberg+1reuters+1reutersDer japanische Yen stieg am Montag auf den höchsten Stand seit Februar. Er überschritt damit das Hoch nach der koordinierten Währungsintervention der USA und Japans im Juli und vollzog eine scharfe Kehrtwende nach der Schwäche der Vorwoche.
Japans Währung legte um bis zu 1,4 % auf 154,06 pro Dollar zu und erholte sich damit von 160,39 nur wenige Tage zuvor. Die Bewegung schließt einen dramatischen Stimmungswechsel für den Yen ab, der den Großteil des Jahres unter Druck gestanden hatte, obwohl Tokio und Washington mit einer seltenen gemeinsamen Intervention versucht hatten, die Währung nach einem 40-Jahre-Tief zu stützen.bloomberg+2
Der Anstieg des Yen wird vor allem durch die wachsende Überzeugung angetrieben, dass die Bank of Japan auf ihrer Zinssitzung am 17. und 18. September die Leitzinsen anheben wird. BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda deutete dies vergangene Woche auf einem Treffen der Gruppe der 20 in Asheville, North Carolina, an und erklärte, die Währungshüter müssten bei ihrer Politik "Aufwärtsrisiken noch stärker als bisher beachten". Reuters berichtete im August, dass die BOJ eine Zinserhöhung im September anstrebe und ein schnelleres Straffungstempo erwäge. Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von fast 80 % für diesen Schritt ein. Der Leitzins der BOJ liegt nach einer Anhebung im Juni derzeit bei 1,0 %.reuters+3
Spekulationen rund um den staatlichen Pensionsfonds Government Pension Investment Fund haben der Rally zusätzlichen Auftrieb verliehen. Finanzministerin Satsuki Katayama hatte den weltweit größten Pensionsfonds Anfang des Jahres aufgefordert, die inländischen Investitionen zu steigern, obwohl Reuters im Juli berichtete, dass Japan keine unmittelbaren Pläne hat, die Vermögensaufteilung des GPIF formell zu überarbeiten. Der Fonds behält gemäß einem zuletzt 2025 überprüften Rahmenwerk eine gleichmäßige Aufteilung von jeweils 25 % auf inländische Aktien, ausländische Aktien, inländische Anleihen und ausländische Anleihen bei.japantimes+2
Die jüngste Stärke des Yen entwickelte sich organisch, was Fragen aufwirft, ob die Intervention im Juli dauerhafte Unterstützung bot oder lediglich Zeit kaufte. Japans oberster Währungsbeauftragter Atsushi Mimura sagte am Freitag, es gebe "keine Änderung in seiner Kampfhaltung bezüglich des Yen", obwohl sich die Währung bereits erholte. Da die BOJ-Sitzung weniger als zwei Wochen entfernt ist, konzentrieren sich Händler nun darauf, ob eine Zinserhöhung die Rally nachhaltig stützen wird oder ob sich die Gewinne des Yen erneut als flüchtig erweisen.japantimes