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channelnewsasiachannelnewsasiafxstreet+1Der japanische Yen geriet am Montag unter Verkaufsdruck, nachdem Daten zeigten, dass Japans Leistungsbilanz zum ersten Mal seit 17 Monaten ein Defizit aufwies. Dies trieb das britische Pfund auf ein Einwochenhoch gegenüber dem Yen und ließ den australischen Dollar in den Währungspaaren GBP/JPY und AUD/JPY deutlich ansteigen.
Das japanische Finanzministerium meldete für Juni ein Leistungsbilanzdefizit von 92,3 Milliarden Yen (584,5 Millionen Dollar), was weit hinter der Medianprognose der Ökonomen von einem Überschuss in Höhe von 1,51 Billionen Yen zurückblieb. Das Ministerium führte den Umschwung auf steigende Kosten für Ölimporte und einen Rückgang der Primäreinkommen aus Wertpapieren um 74 % zurück, der durch höhere Dividendenzahlungen japanischer Unternehmen an ausländische Investoren verursacht wurde.fxstreet+1
Die langfristigen fiskalischen Aussichten Japans verstärkten den Verkaufsdruck. Angesichts einer Staatsverschuldung von über 200 % des BIP sowie der expansiven Politik und der geplanten Steuersenkungen von Premierministerin Sanae Takaichi, die Sorgen um die Schuldentragfähigkeit schüren, fand der Yen nur wenige Käufer. Das Paar AUD/JPY stieg am Montag laut FXStreet um 0,70 % auf etwa 112,25, während sich GBP/JPY nach einem Schlusskurs von knapp 212,91 in der Vorwoche erholte.currencynews+1
Analysten von BNY stellten fest, dass der Druck auf langlaufende japanische Staatsanleihen (JGB) zunimmt, wobei Inflationsrisiken und fiskalische Bedenken die langfristigen Renditen in Richtung des oberen Endes der jüngsten Spannen treiben. Die Märkte preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von etwa 50 % für eine Zinserhöhung der Bank of Japan um 25 Basispunkte im September und eine vollständige Anhebung bis Jahresende ein.fxstreet
Die wachsende Zinskluft zwischen Japan und anderen großen Volkswirtschaften zieht weiterhin renditesuchendes Kapital an. Während die Bank of Japan die Zinsen weit unter denen ihrer Pendants hält, verfolgt die Bank of England einen restriktiveren Kurs, und die australische Zentralbank (RBA) hält ihren Leitzins bei 4,35 %.tradingeconomics
Es wird allgemein erwartet, dass die RBA bei ihrer Entscheidung am Dienstag, dem 11. August, die Zinsen unverändert lässt. Alle 31 von Bloomberg befragten Ökonomen rechnen laut Rabobank mit keiner Änderung. Die Bank merkte an, dass die Zentralbank darauf zu hoffen scheint, dass ihre drei Zinserhöhungen in diesem Jahr ausreichen, um die überschüssige Nachfrage zu dämpfen. NAB Economics erklärte, dass der nächste erwartete Schritt bei den australischen Zinsen nach unten gehen dürfte, der Zeitpunkt jedoch ungewiss bleibe.nab+1
Für den Yen hängen die Aussichten davon ab, ob die japanischen Behörden erneut intervenieren werden. ING erwartet, dass sich das Paar USD/JPY nach den jüngsten koordinierten Maßnahmen der USA und Japans weitgehend zwischen 155 und 160 bewegen wird, warnte jedoch: Wir sehen kaum, dass diese bilateralen Maßnahmen den USD/JPY nachhaltig unter 155 drücken können.currencynews