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thefact+1thefactthefact+1Die Welthandelsorganisation (WTO) hat am Dienstag ihren World Trade Report 2026 veröffentlicht und warnt davor, dass ein Scheitern bei der Modernisierung des globalen Handelssystems die Weltwirtschaftsleistung um bis zu 10 Prozent schrumpfen lassen könnte, während eine Stärkung der multilateralen Zusammenarbeit bis 2050 etwa 3 Billionen Dollar zum globalen BIP beitragen könnte.thefact+1
Der Bericht mit dem Titel "A Critical Juncture for the World Trading System" beschreibt den aktuellen Moment als die schwerwiegendste und anhaltendste Störung des regelbasierten Handels in der 80-jährigen Geschichte des Systems. Er bezeichnet eskalierende Zollkonflikte als ein globales "Gefangenendilemma", bei dem jede Regierung einen Anreiz hat, ihren eigenen Markt zu schützen, aber alle schlechter dastehen, wenn jeder dasselbe tut.economictimes.indiatimes+1
Die WTO legt drei Szenarien für die Zukunft des Welthandels dar. Unter einem gestärkten multilateralen Rahmen – mit umfassenderen Verpflichtungen zur Marktöffnung, neuen Disziplinen für digitalen Handel und Dienstleistungen sowie einer breiteren Mitgliedschaft – könnte das globale BIP bis 2050 um 2,9 Prozent und die Exporte um 17,9 Prozent steigen.news.cgtn+1
Die Alternativen sind weitaus düsterer. Eine "geo-fragmentierte Welt", die entlang geopolitischer Linien gespalten ist, würde einen Rückgang des BIP um 5,1 Prozent und der Exporte um 18,6 Prozent bedeuten. Ein Flickenteppich aus bilateralen Freihandelsabkommen, der die multilaterale Zusammenarbeit ersetzt, würde noch schlechter abschneiden, mit einem BIP-Rückgang von 6,9 Prozent und einem Exportrückgang von 26,9 Prozent. Insgesamt beläuft sich die Lücke zwischen den besten und schlechtesten Ergebnissen auf etwa 5 bis 10 Prozent des globalen realen BIP.thefact+1
Der Bericht hebt eine krasse Ungleichheit bei den potenziellen Folgen hervor. Die am wenigsten entwickelten Länder, die zusammen weniger als 1 Prozent des Welthandels ausmachen, würden überproportional unter der Fragmentierung leiden – fast viermal stärker als wohlhabendere Volkswirtschaften. Umgekehrt könnte ihr BIP im Szenario der Zusammenarbeit durch niedrigere Zölle und Handelskosten um 7,7 Prozent steigen.newsbytesapp+1
WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala sagte, die Gründungslogik des Systems – dass Volkswirtschaften mehr von Zusammenarbeit profitieren als von Alleingängen – "bleibt heute genauso relevant". Sie räumte jedoch ein, dass sich die globale Handelslandschaft verändert habe und der Status quo nicht aufrechterhalten werden könne.thefact
Der Bericht identifiziert vier Kräfte, die das System unter Druck setzen: Verschiebungen der wirtschaftlichen Macht, zunehmender Einsatz von Industriepolitik bei gleichzeitiger Sorge um gleiche Wettbewerbsbedingungen, Veränderungen der Handelsmuster durch Digitalisierung und globale Wertschöpfungsketten sowie erhöhte geopolitische Spannungen. Anstatt einen spezifischen Reformfahrplan vorzugeben, kommt die WTO zu dem Schluss, dass der Schutz vergangener Errungenschaften "nicht bedeutet, die Dinge so zu belassen, wie sie sind" – die Aufgabe bestehe darin, die Zusammenarbeit an eine multipolarere Welt anzupassen und gleichzeitig die Offenheit und Vorhersehbarkeit zu bewahren, die das System funktionsfähig gemacht haben.thefact