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oilprice+1oilprice+1investingUS-Importeure führten im Juli mehr als 200.000 Tonnen raffiniertes Kupfer ein, das größte monatliche Volumen seit mindestens 12 Jahren. Händler beeilten sich, Metall vor einem möglichen Zoll auf Importe von raffiniertem Kupfer zu horten. Dieser Anstieg hat das weltweite Angebot verknappt: Die Lagerbestände der London Metal Exchange fielen bis zum 14. August an 42 aufeinanderfolgenden Handelstagen auf nur noch 204.975 Tonnen, die längste Verlustserie seit 2014.oilprice+4
Sofort lieferbares Kupfer (Cash Copper) wird derzeit mit einem Aufschlag von 434 US-Dollar pro Tonne gegenüber dem Dreimonatskontrakt gehandelt. Dies ist die stärkste Backwardation seit dem Engpass im Jahr 2021, der die LME zum Eingreifen zwang, wobei Käufer für prompt verfügbares Metall Beinahe-Rekordpreise von rund 14.500 US-Dollar pro Tonne zahlen.westmetall+1
Das US-Handelsministerium sollte seine Empfehlung zu den Zöllen nach Section 232 eigentlich bis zum 30. Juni vorlegen, doch diese Frist verstrich ohne eine öffentliche Entscheidung. Der von Präsident Trump vorgeschlagene Stufenzoll, der ab Januar 2027 bei 15 % liegen und 2028 auf 30 % steigen soll, hat Metall in US-Lagerhäuser gelockt und anderen Märkten entzogen.cnbc+2
„Der COMEX-LME-Spread ist zunehmend zu einem Gradmesser für die US-Zollerwartungen geworden“, erklärte Ewa Manthey, Rohstoffstrategin bei ING, gegenüber CNBC. Ein höherer Aufschlag ziehe weiterhin Metall ins Land. Societe Generale Société Générale S.A. schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der 15-prozentige Zoll termingerecht in Kraft tritt, basierend auf der aktuellen Bepreisung des Spreads auf nur 14,6 %.oilprice+2
Laut Kpler überstiegen die US-Importe von Kupferkathoden allein im Juli auf Open-Hatch-Schiffen einen Rekordwert von 185.000 Tonnen, womit sich die Gesamtlieferungen auf 215.000 bis 235.000 Tonnen beliefen. Zusammen mit den Beständen in den Comex-Lagerhäusern, den LME-registrierten Beständen und privaten Hafenlagern überschreiten die Kupferreserven des Landes nun die Marke von 1 Million Tonnen.kpler+1
Die Verknappung außerhalb der USA geht über die Absicherung gegen Zölle hinaus. Das Exportverbot der Demokratischen Republik Kongo für Kupferkonzentrat hat chinesische Schmelzhütten gezwungen, ihre Produktion zu drosseln, während Stürme die Mine Los Pelambres von Antofagasta lahmlegten. Dies veranlasste das Unternehmen, seine Produktionsprognose für 2026 von zuvor 650.000 bis 700.000 Tonnen auf 625.000 bis 655.000 Tonnen zu senken. Codelco verschob sein Projekt Andes Norte auf 2029, und die Gresik-Schmelzhütte von Freeport-McMoRan in Indonesien steht seit dem 8. August still.investing+1
Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. hob seine Prognose für das Defizit bei raffiniertem Kupfer außerhalb der USA für 2026 drastisch von zuvor 60.000 Tonnen auf 640.000 Tonnen an. Unterdessen fielen Chinas Kupferimporte im Juli im Jahresvergleich um 11,5 % auf 425.000 Tonnen, und der Yangshan-Kupferaufschlag sank von 115 auf 96 US-Dollar pro Tonne, was auf eine verhaltene chinesische Nachfrage bei den hohen Preisen hindeutet.investing
Das Ergebnis hängt nun von Washington ab. Werden die Zölle bestätigt, ist mit einer weiteren Kaufwelle an der Comex zu rechnen, was den Druck in London weiter erhöhen dürfte. Werden sie verzögert oder abgeschwächt, könnten die US-Bestände wieder auf den Weltmarkt abfließen. So oder so befindet sich das Metall dort, wo die Politik es haben will, und nicht dort, wo die Industrie es braucht.oilprice