Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

reuters+1commerzbank+1reuters+1UniCredit gab am Mittwoch bekannt, dass sie nach Abschluss ihres freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots nun 47,6% der Commerzbank hält. Dies markiert einen Meilenstein in dem 21-monatigen Bestreben der italienischen Bank, ihren deutschen Konkurrenten zu übernehmen.reuters+2
Inhaber von 17,6% der Commerzbank-Aktien nahmen das Aktientauschangebot an, berichtete UniCredit, ein Anstieg gegenüber 12,5% am Ende der ursprünglichen Annahmefrist am 16. Juni. Der Anstieg erfolgte während einer zweiwöchigen verlängerten Angebotsfrist, die vom 20. Juni bis zum 3. Juli lief, wie es die deutschen Übernahmeregelungen vorschreiben.investing+3
Das Ergebnis übertraf frühere Schätzungen. Noch Mitte Juni lag die Gesamtposition von UniCredit bei etwa 42,5%, bestehend aus ihrer direkten Kapitalbeteiligung von 26,7%, 3,2% in aktienbasierten Derivaten und den anfänglichen Annahmen des Übernahmeangebots. Marktbeobachter hatten während der Verlängerungsfrist Annahmen von etwa 15% prognostiziert, was die direkte Beteiligung von UniCredit auf etwa 44% gebracht hätte. Das Endergebnis übertraf diese Prognose.reuters+4
UniCredit startete das Übernahmeangebot im Mai als Aktientausch, bei dem 0,485 neue UniCredit-Aktien pro Commerzbank-Aktie angeboten wurden – ein Verhältnis, das der Vorstand der Commerzbank als opportunistisch und unter dem fundamentalen Wert der Bank liegend bezeichnete. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Commerzbank forderten die Aktionäre während der gesamten Angebotsfrist wiederholt auf, das Angebot abzulehnen.reuters+3
Die deutsche Bundesregierung, die noch etwa 12% an der Commerzbank hält, hat sich formell gegen die Übernahme ausgesprochen und das Angebot von UniCredit abgelehnt. Diese Beteiligung verleiht Berlin eine Sperrminorität nach deutschem Gesellschaftsrecht.axios+1
UniCredit-CEO Andrea Orcel hat die wachsende Beteiligung genutzt, um auf Governance-Änderungen bei der Commerzbank zu drängen, einschließlich Forderungen nach Sitzen im Aufsichtsrat. Eine vollständige Übernahme bleibt jedoch in weiter Ferne. Die Europäische Zentralbank muss die Überschreitung der 30%-Schwelle durch UniCredit noch genehmigen, wobei eine Autorisierung frühestens im dritten Quartal erwartet wird.reuters+1
UniCredit hält zudem weitere 13,2% an der Commerzbank über bar abgerechnete Derivate, die keine Stimmrechte beinhalten, wodurch sich das gesamte wirtschaftliche Engagement auf über 58% erhöht. Gemäß den deutschen Übernahmeregeln kann UniCredit nach Überschreiten der 30%-Direktbeteiligung nun weitere Commerzbank-Aktien am freien Markt erwerben, ohne eine Pflichtübernahme auszulösen.reuters+3
Das Ergebnis lässt UniCredit in einer dominierenden, aber unvollständigen Position – sie hält fast die Hälfte der Stimmrechte der Commerzbank, verfügt jedoch nicht über die absolute Mehrheit, die erforderlich wäre, um strukturelle Änderungen ohne breitere Zustimmung der Aktionäre oder Regulierungsbehörden durchzusetzen.