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economist+1united24media+1united24media+1Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nach wochenlangen internen Beratungen für eine Eskalation des Krieges in der Ukraine entschieden. Dahinter steht die Überzeugung, dass ein Ende des Konflikts ohne die vollständige Eroberung des Donbass sein Leben in Gefahr bringen würde, so ein am 30. August veröffentlichter Bericht von The Economist.economist
Dem Kreml nahestehende Quellen berichteten dem Magazin, Putin habe sich während des Krieges einmal gegenüber Vertrauten geäußert: „Sie werden mich aufhängen“. Diese Bemerkung spiegelt das wider, was The Economist als die „kriminelle Logik“ eines Regimes beschreibt, das Gewalt toleriert, aber kein Scheitern verzeiht. Berichten zufolge ist Putin nun bereit, weitere 300.000 bis 400.000 Soldaten in den Kampf zu schicken. Dabei setzt er eher auf Druck durch Regionalregierungen als auf die Verkündung einer politisch riskanten neuen Mobilisierungswelle.meduza+2
Die Entscheidung zur Eskalation fällt in eine Zeit, in der die Unterstützung für den Krieg im eigenen Land schwindet. Unabhängige Umfragen des Lewada-Zentrums zeigen, dass 57 Prozent der Russen die Lage mittlerweile als „angespannt“ beschreiben und dies mit steigenden Opferzahlen, der Angst vor einer Mobilisierung und der Ungewissheit über die Zukunft begründen. Die Stimmung unter der russischen Elite ist noch düsterer. „Es gibt das wachsende Gefühl, dass der Zar nackt ist“, sagte ein Insider gegenüber The Economist. Der Konsens laute, dass der fast fünfjährige Krieg unabhängig vom Ausgang ein Misserfolg sei.united24media+1
Putin selbst brach am 22. August sein langes Schweigen über die ukrainische Drohnenkampagne gegen russische Ölraffinerien und Logistikzentren. Er warf Kyjiw vor, die „Büchse der Pandora“ geöffnet zu haben, und schwor schwere Vergeltung. Zuvor am selben Tag hatte er jegliche Aussicht auf Friedensverhandlungen zurückgewiesen und vor seiner politischen Partei erklärt, die Militäroperation werde sich „nur vorwärts“ bewegen.united24media
Westliche Geheimdienste stellen sich auf das Kommende ein. CIA-Direktor John Ratcliffe reiste am 25. August überraschend nach Moskau und lieferte laut der New York Times eine „düstere Einschätzung“ der militärischen und wirtschaftlichen Entwicklung Russlands ab. Er drängte den Kreml zu Verhandlungen, bevor sich dessen Position weiter verschlechtert. Ein langjähriger Vertrauter Putins erklärte gegenüber The Economist, der russische Staatschef habe den Besuch als Zeichen amerikanischer Zögerlichkeit gedeutet, ähnlich wie er einen ähnlichen Besuch des ehemaligen CIA-Direktors William Burns im November 2021 interpretiert hatte, wenige Monate vor der umfassenden Invasion.english.nv+1
The Economist berichtete, dass Russland wahrscheinlich die hybride Kriegsführung und Sabotageaktionen gegen europäische Versorgungswege in die Ukraine verstärken wird. Westliche Geheimdienste vermuten, dass Moskau europäische Fabriken angreifen könnte, die Militärausrüstung für Kyjiw herstellen. An der nuklearen Front forderte der Duma-Abgeordnete Alexei Schurawljow am Sonntag in einer Telegram-Ansprache offen taktische Atomschläge gegen die Ukraine. „Wenn wir zuschlagen müssen, werden wir zuschlagen“, sagte er. Bloomberg berichtete, dass Putin taktische Nuklearwaffen als letztes Mittel in Betracht ziehen könnte, obwohl es keine Beweise dafür gibt, dass eine solche Entscheidung getroffen wurde, und China Moskau davor gewarnt hat, diese Grenze zu überschreiten.kyivpost+2
Russland hat kürzlich nach dem Besuch von Ratcliffe eine atomar fähige Rakete getestet, wobei das Verteidigungsministerium nicht bekannt gab, um welchen Raketentyp es sich handelte. Unterdessen deuten Schätzungen westlicher Geheimdienste darauf hin, dass Moskau jeden Monat etwa 6.000 Soldaten mehr verliert, als es rekrutieren kann. Dies unterstreicht die Personalkrise, die den Übergang zu Angriffen mit großer Reichweite gegen die ukrainische Zivilbevölkerung vorantreibt.united24media+1