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techxplore+1techxploretechxplore+1Zwischen 2.000 und 5.000 Tonnen Uran wurden in den letzten zwei Jahrzehnten aus der Demokratischen Republik Kongo abgebaut und exportiert, ohne dass dies den internationalen Atomenergiebehörden gemeldet wurde, so eine am Donnerstag in Nature Communications veröffentlichte Studie.techxplore+1
Die von Nuklearingenieuren der University of Wisconsin–Madison und der Princeton University durchgeführte Untersuchung ergab, dass das Uran unentdeckt durch die Kobalt-Lieferkette der DR Kongo gelangte. Es war in Kobalthydroxid-Lieferungen eingebettet, die überwiegend für China bestimmt waren, wo etwa 95 Prozent der weltweiten Kobaltraffinerien ansässig sind.spia.princeton+1
Das nicht deklarierte Material, das etwa 4,4 bis 11 Millionen Pfund Natururan entspricht, könnte theoretisch zur Herstellung von spaltbarem Material für 600 bis 1.500 Atomwaffen verwendet werden oder einen Standard-Leichtwasserreaktor für 10 bis 25 Jahre betreiben, so Studien-Co-Autor Sébastien Philippe, Experte für nukleare Sicherheit und Assistenzprofessor an der UW–Madison.techxplore
Weniger als 10 Prozent dieses Urans scheinen öffentlich deklariert und unter die Schutzmaßnahmen der Internationalen Atomenergie-Organisation gestellt worden zu sein.interestingengineering+1
"Da dieses Uran nicht deklariert und offiziell nicht als abgebaut und extrahiert gemeldet ist, gibt es keine Beschränkungen für seine Endverwendung", sagte Philippe. "Es könnte in einem zivilen Kernenergieprogramm oder in einem militärischen Programm landen, weil niemand fragen wird, wohin dieses Uran geht. Es steht nicht in den Büchern."techxplore
Der Kupfergürtel der DR Kongo ist die weltweit führende Quelle für Kobalt, ein Metall, das für die Lithium-Ionen-Batterien von Elektrofahrzeugen unerlässlich ist. In dieser Region kommt Uran natürlich zusammen mit Kobalterzen vor. Das Mineral, aus dem Kobalt gewonnen wird, ist chemisch dazu prädisponiert, Uran zu binden, was bedeutet, dass Uran während der Verarbeitung und des Exports beim Kobalt verbleibt, sofern es nicht gezielt entfernt wird.nature+1
Die Forscher nutzten landesweite Mineralisierungsdaten, Handelsunterlagen auf Minenebene und chemische Modelle der Kobaltverarbeitung, um die Uranströme zu quantifizieren. Das Projekt kombinierte wissenschaftliche Forschung mit investigativem Journalismus in Zusammenarbeit mit Lighthouse Reports und der Financial Times.techxplore+2
Über die Sicherheitsimplikationen hinaus schätzt die Studie, dass 1.000 bis 4.000 Tonnen Uran in chemisch mobiler Form in Bergbauabfällen entsorgt wurden, was Umwelt- und Gesundheitsrisiken für Bergleute und umliegende Gemeinden darstellt.spia.princeton+1
Philippe forderte eine umfassende nationale Prüfung der Bergbauaktivitäten in der DR Kongo, neue Regeln für die Trennung von Uran aus der Kobalt-Lieferkette und eine Überwachung der Strahlenbelastung für Arbeiter. Letztendlich, so argumentieren die Forscher, erfordere die Verhinderung von Uranexporten, dass Kobalt direkt in der DR Kongo zu Metall raffiniert wird.techxplore