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reutersreuters+1bloombergDie Ölnachfrage in China wird 2026 voraussichtlich um 600.000 Barrel pro Tag beziehungsweise 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken. Dies geht aus Daten der Forschungsabteilung der Sinopec Group China Petroleum & Chemical Corporation hervor, dem größten staatlichen Raffineriebetreiber des Landes. Die Prognose markiert den dritten jährlichen Rückgang in Folge für den weltweit größten Ölimporteur, angetrieben durch hohe Rohölpreise infolge des US-Iran-Konflikts und die beschleunigte Einführung von Elektrofahrzeugen.
Die Prognose stellt eine dramatische Abkehr von früheren Erwartungen dar. Fairy Wang, Vizepräsidentin des Sinopec Economics & Development Research Institute, erklärte auf einer Branchenveranstaltung in Singapur laut Bloomberg, dass das Institut ursprünglich ein Wachstum von 300.000 bis 500.000 Barrel pro Tag für 2026 prognostiziert hatte. "Nach dem Krieg ist die Ölnachfrage in China sehr schnell geschrumpft", so Wang.bloomberg
Laut Reuters wird die Benzinnachfrage voraussichtlich um 8,7 Prozent sinken, während der Dieselverbrauch um 11,4 Prozent zurückgehen könnte. Flugkraftstoff bleibt der einzige Lichtblick unter den Transportkraftstoffen, wobei die Nachfrage aufgrund von Urlaubsreisen und sich erholenden internationalen Routen voraussichtlich um 1,3 Prozent auf 41,55 Millionen Tonnen steigen wird.reuters+1
Die Störung der Ölströme durch die Straße von Hormus nach dem von den USA geführten Konflikt gegen den Iran, der Ende Februar begann, ließ die Rohölpreise stark ansteigen und beschleunigte den Nachfragerückgang in ganz Asien. In China verstärkte die Krise den ohnehin schnellen Wandel zur Elektrifizierung. Elektrofahrzeuge verdrängten allein im zweiten Quartal 1,5 Millionen Barrel Öl pro Tag, was fast das Doppelte der Erwartungen darstellt, so die Internationale Energieagentur. Die Verkäufe von schweren Elektro-Lkw aus China haben sich in den vier Monaten nach Kriegsbeginn mehr als verdoppelt.eenews+1
Der Rückgang passt zu einem breiteren strukturellen Wandel. Im August sagte Sinopec-Chef Hou Qijun, dass die Ölnachfrage in China "sehr wahrscheinlich" 2025 ihren Höhepunkt erreicht habe, früher als die ursprüngliche Prognose des Unternehmens für 2027. Die Regierung strebt an, dass der Öl- und Kohleverbrauch während des aktuellen Fünfjahresplans bis 2030 seine Grenzen erreicht. Die IEA prognostiziert, dass die chinesische Nachfrage zwischen 2025 und 2027 um 4 Prozent sinken wird, was darauf hindeutet, dass die Verluste eher dauerhaft als zyklisch sein könnten.bloomberg+1